Archiv für: 2010

Pumpenreinigung Aussen und Innen

Pumpen müssen sich gut reinigen lassen. Meist wird dabei aber nur auf das Innere der Pumpe geachtet, während das Pumpengehäuse und der Antrieb weniger Beachtung finden. In der amerikanischen Lebensmittelindustrie kann man nun aber einen Wandel feststellen: Im Zuge der generell immer höher werdenden Anforderungen an die Hygiene bei Produktionsprozessen wird vermehrt darauf geachtet, dass sich Pumpen auch äußerlich sehr gut reinigen lassen.

Dazu wird beispielsweise die Forderung erhoben, dass die Pumpe keine lackierten Teile aufweisen darf, soll sie in der Produktion von Lebensmitteln zum Einsatz kommen. Sie muss sich äußerlich komplett mit Hochdruckreinigern abspritzen lassen. Das erfordert glatte Außenkonturen ohne Toträume, in denen sich keine Schmutznester bilden bzw. Reste von Reinigungsflüssigkeiten ablagern könnten. Außerdem müssten die atmosphärenseitigen Flächen der Pumpe korrosionsbeständig gegenüber aggressiven Reinigern sein.

KNOLL Maschinenbau kann diesen Anforderungen mit der MX Exzenterschneckenpumpe gerecht werden: Die MX wird dazu vollständig in Edelstahl gebaut, was auch für den Statormantel und den Antrieb gilt. Zudem wird in diesen Fällen auf Hauben (über dem Antrieb) verzichtet, da sich unter diesen regelmässig Schmutz sammelt und sie damit für hoch hygienische Arbeitsumgebungen ungeeignet sind. Als Antrieb in Edelstahl werden Getriebe-, Servo- und Schrittmotoren angeboten, so dass sich ein unverändert breites Einsatzspektrum der Pumpe darstellen lässt.

Bei all diesen Maßnahmen bleibt die MX von KNOLL Maschinenbau natürlich auch von innen unvermindert sehr gut zu reinigen (CIP und SIP) und selbstverständlich kann sie auch genau so schnell und zügig zerlegt und wieder montiert werden, wie in der Standardversion. Damit bietet sich diese Exzenterschneckenpumpe nicht nur der Nahrungsmittelindustrie an, sondern kann ebenso gut in der Pharmazie, Biochemie und Kosmetik höchste Hygieneanforderungen unterstützen.

Abrasive Medien wirtschaftlich pumpen: Die MX in Spezialausführung

Sollen abrasive Medien gefördert werden, kann die Pumpe schnell zum Sorgenkind werden: Abrasive Fördermedien können zu hohem Verschleiß und damit zu kurzen Standzeiten führen. Ein portugiesischer Farbenhersteller hatte bei der Förderung von Calciumcarbonat entsprechende Erfahrungen gemacht und sich deshalb die Exzenterschneckenpumpen von KNOLL Maschinenbau näher angesehen.

Seine Anforderungen: 70%  Calciumcarbonat in wässriger Lösung mit einer Partikelgröße von 6 µm bei einem Druck von 5 bar und einer Kapazität von 60 m³/h zu fördern. KNOLL lieferte dafür eine MX50 in spezieller Ausführung: Der Stator ist dabei mit einem verschleissfesten Elastomer ausgekleidet, der Rotor in Edelstahl speziell beschichtet („ductil coated“). Das Kardangelenk erhält ebenfalls eine Manschette in verschleissfestem Elastomer. Insgesamt weist die MX damit einen hoch abrasions- und korrosionsfesten Aufbau auf, der den hohen Anforderungen der Chemieindustrie bzw. hier im Bereich Farben und Lacke Rechnung trägt.

Das Ergebnis in der Praxis: Nach einem Jahr harten Dauereinsatz der MX zeigt sich der portugiesische Farbenhersteller hoch zufrieden. Im Drei-Schicht-Betrieb konnte die Exzenterschneckenpumpe von KNOLL voll und ganz überzeugen. Nach über 6.000 Betriebsstunden war noch kein Verlust an Förderstrom bzw. Gegendruck erkennbar.

Dazu beigetragen hat aber nicht nur der abrasions- und korrosionsfeste Aufbau der Pumpe, sondern auch ihr Konstruktionsprinzip mit dem (serienmässigen) EvenWall-Stator. Dieser Stator bewirkt, dass praktisch keine Rückströmung des zu pumpenden Mediums auftritt, was bei einem abrasiven Medium wie Calciumcarbonat hochwillkommen ist: Es tritt somit auch kein Strahlverschleiß auf.

Zudem weist der Stator in EvenWall-Ausführung noch einen weiteren Vorteil auf: Die Kennlinie der Exzenterschneckenpumpe verbessert sich dadurch ganz entscheidend gegenüber herkömmlichen Pumpen ohne Stator in EvenWall, was sich signifikant auf die Wirtschaftlichkeit auswirkt. Im Bild links: Kennlinie mit konventionellem Stator (Linie links) und mit Stator in EvenWall (Linie rechts).

Insgesamt überzeugt die MX in ihrer Spezialausführung damit nicht nur aufgrund ihrer Beständigkeit gegenüber einem hoch abrasiven Medium, sondern auch auf der Ebene der Wirtschaftlichkeit.

Die Pumpenwerkstoffe bei der MX: Vielfalt und Qualität

Eine gute Pumpe muss ihrem Transportmedium angepasst werden können und die Pumpenwerkstoffe leisten dazu einen entscheidenden Beitrag. Deshalb gibt es für die Exzenterschneckenpumpen von KNOLL Maschinenbau eine breite Palette an Materialien, die in den unterschiedlichsten Kombinationen eingesetzt werden können, so dass sich für fast jedes Transportgut die passende Exzenterschneckenpumpe auswählen lässt.

In der Standardausführung verwendet KNOLL für die mediumsberührten Teile Edelstähle in Lebensmittelqualität. Daneben sind aber auch Varianten in Grauguss lieferbar: Diese günstigeren Ausführungen sind für Bereiche gedacht, in denen Edelstahl nicht unbedingt erforderlich ist. In beiden Fällen, also Edelstahl oder Grauguss, bleiben natürlich alle anderen Vorteile der Pumpe in vollem Umfang erhalten: Servicefreundlichkeit, gute Reinigungsfähigkeit sowie die Vorteile der EvenWall-Technologie.

Warum kommt eigentlich Edelstahl im Pumpenbau so häufig zum Einsatz? Es ist seine hohe Korrosionsbeständigkeit, die ihn von anderen Materialien unterscheidet. Je nach Zusammensetzung des Stahls kann diese sogar noch weiter gesteigert werden. Bei den MX-Pumpen können entweder nur die produktberührten Teile der Pumpe oder auch die komplette Pumpe deshalb in Edelstahl ausgeführt werden. Dies fordern Anwender besonders bei höchsten Hygieneanforderungen.

Daneben spielen auch die Elastomere eine wichtige Rolle. Für die MX-Pumpen stehen über 100 verschiedene Arten von Elastomeren mit zahlreichen Zertifikaten, je nach Einsatzgebiet zur Verfügung, die eine individuelle Anpassung und dadurch eine chemische Beständigkeit für jede Pumpe an das von ihr zu transportierende Medium möglich machen. Sollten für Ihre Medien keine Erfahrungswerte über die Beständigkeit vorliegen, sind Quellversuche im Labor jederzeit möglich.

Ganz besonders achten wir dabei auf eine gleichbleibende Qualität jedes verwendeten Elastomers: Zum Einsatz kommt für jeden Einsatzfall immer die gleiche Rezeptur, so dass die Wiederholgenauigkeit der Pumpen-Parameter gleich bleibt. Insbesondere beim Einsatz der Exzenterschneckenpumpe als Dosierpumpe ist das wichtig: Der Austausch des Stators darf hier nicht dazu führen, dass die Pumpe danach neu im Fertigungsprozess parametrisiert werden muss. KNOLL Maschinenbau garantiert für seine MX-Pumpen und ihre Original-Ersatzteile deshalb die hohe Wiederholgenauigkeit.

Schließlich liefert KNOLL auch einen Stator in Teflon für die Fälle, in denen kein Elastomer zum Einsatz kommen kann. Solche Feststoff-Statoren eignen sich für besonders aggressive Medien, etwa der Chemie-Industrie, wie z. B. Lacke mit Lösungsmitteln.

Das Baukastensystem der MX: Flexibilität dank Modularität

Wenn Pumpen in industriellen Fertigungsprozessen im Einsatz sind, müssen sie hohen Anforderungen gerecht werden können. Meist steht dabei ihre Förderleistung und der erforderliche Gegendruck im Vordergrund der Betrachtung. Da Pumpen langlebige Investitionsgüter sind, lohnt sich auch ein Blick auf ihre Modularität: Ändern sich die Produktionsverhältnisse, ändern sich nämlich auch die Anforderungen an die Pumpe.

Im Falle der Exzenterschneckenpumpen von KNOLL Maschinenbau schafft deren Baukastensystem die optimale Voraussetzung für eine Adaption an sich ändernde Produktionsbedingungen. Im Falle der MX20 lassen sich aus dem Grundmodell 9 Baugrößen ableiten, so dass im Ergebnis die Pumpe durch Austausch weniger Teile optimal an die Parameter bezüglich Förderleistung und Druck angepasst werden kann. Erreicht wird dies durch Modulringe, die die unterschiedlichen Durchmesser der Pumpsatzgrößen im Sauggehäuse bwz. Druckstutzen ausgleichen.

Das Baukastensystem hat aber nicht nur Vorteile für die Endanwender, sondern auch für Anlagenbauer: Diese können die Anzahl ihrer eigenen Konstruktionsbauteile deutlich dezimieren. So gesehen ist das saugseitige Anschlussmaß um die Höhe von 9 Pumpengrößen immer identisch und nur die Länge variiert.

Selbst größere Sauggehäuse können bei Bedarf an die bestehenden Bauteile schnell und einfach ohne zusätzliche Bauteile adaptiert werden. Dies macht bei Medien mit großen Stückigkeiten oder bei sehr hoch viskosen Medien Sinn.

Betrachtet man also die MX von KNOLL unter dem Aspekt der Lebenszykluskosten, bringt das Baukastensystem Vorteile. Denn die sich aus ihm ergebende Flexibilität mit wenigen Bauteilen sorgt dafür, dass aufgrund der einfachen Austauschbarkeit der Komponenten nicht nur die Ersatzteilversorgung vereinfacht wird, sondern auch die schnelle und flexible Umrüstung auf wechselnde Einsatz-Szenarien.

Damit wird die Exzenterschneckenpumpe MX für viele Anwendungsfelder zu einer lohnenden Investition, weil sie nicht nur auf der technischen, sondern auch der wirtschaftlichen Ebene überzeugen kann.

MX-Pumpen entsprechen den 3-A Sanitary Standards

Die Exzenterschneckenpumpen von KNOLL Maschinenbau entsprechen nun auch dem  3-A Sanitary Standard der USA. Neben der Zertifizierung nach EHEDG erfüllen die MX-Pumpen damit einen weiteren, sehr wichtigen Hygienestandard, was einmal mehr ihre Eignung für den Einsatz unter höchsten Hygiene-Anforderungen unterstreicht.

Der 3-A Sanitary Standard geht im Kern zurück auf die 1920 gegründete 3-A-Organisation, die als Zusammenschluss dreier Non-Profit-Organisationen das Ziel hatte, Kriterien für die Ausrüstung und damit die Produktqualität von Molkereien zu schaffen. Damit sollte die Gesundheit der Endverbraucher von Milchprodukten geschützt werden. Seit 2002 gibt es zudem die 3-A Sanitary Standard Inc. als Tochterfirma der 3-A Organisation, die verbindliche Standards definiert und über deren Einhaltung wacht. Die Arbeit der 3-A Organisation wird inzwischen weit über die USA hinaus als verbindlich anerkannt und längst nicht mehr nur in der Produktion von Milch angewandt, sondern z. B. auch im pharmazeutischen Bereich.

Die Zertifizierung selbst bezieht sich bei 3-A im Wesentlichen auf die konstruktiven Merkmale, also den konstruktiven Aufbau, Oberflächenbeschaffenheit und die verwendeten Werkstoffe bzw. Elastomere. Selbst die Hersteller der Dichtungen müssen hierzu eine entsprechende Zertifizierung ihrer Produkte haben. Im Einzelnen reicht das bis auf die Ebene der in die Fertigung involvierten Mitarbeiter, die für bestimmte Tätigkeiten selbst zertifiziert sein müssen.

Dieses Verfahren unterscheidet sich grundlegend von einer Zertifizierung nach EHEDG, wo die Pumpe einem Testbetrieb unter praxisähnlichen Umständen unterzogen wird.

Eine Besonderheit der MX-Pumpe von KNOLL ist es, dass sie die Zertifizierung nach 3-A in ihrer Standardausführung nur mit ganz geringen Modifizierungen und über die Baureihen MX20 / MX30 / MX50 erhalten hat. Für Käufer dieser Pumpen kann dies einen signifikanten Preisvorteil bedeuten, weil hier nicht auf Sonder- bzw. Einzelanfertigungen zurückgegriffen werden muss. Zudem gestaltet sich die Versorgung mit Ersatzteilen einfacher und schneller, da die geforderte hohe Qualität bereits im Serien-Standard enthalten ist.

Pumpen und ihre Temperierung

Viele Fertigungsprozesse kommen heute ohne den Einsatz von Pumpen nicht mehr aus. Dabei spielt oft nicht nur der reine Pumpvorgang eine Rolle, sondern auch die Temperatur, weil die Transportmedien auf einem ganz bestimmen Temperaturlevel gehalten werden müssen. Die Pumpe muss also auch temperieren können, womit sowohl die Kühlung als auch die Erwärmung gemeint sein kann.

Bei sensiblen Transportgütern muss zudem gewährleistet sein, dass sie unter keinen Umständen mit dem Temperiermedium in Kontakt kommen. Eine Verunreinigung muss ausgeschlossen werden können. KNOLL Maschinenbau hat deshalb seine Exzenterschneckenpumpen der MX-Reihe so ausgelegt, dass ihre Temperierung mit Dampf, Wasser oder Öl möglich ist und sie zugleich gegenüber dem Transport absolut dicht bleiben.

Zum Einsatz kommt dafür ein aufgeschweißter Doppelmantel mit zwei Kammern (je einer für das Sauggehäuse und einer für den Pumpsatz). Diese Lösung bietet mehrere Vorteile:

  1. Hohe Druckstabilität: Der Doppelmantel hält einem Druck von bis zu 5 Bar problemlos stand, wenn etwa die Pumpe im Rahmen einer umfassenden Temperierung von Rohrleitungen und Behältern mitbedient werden soll.
  2. Gute Temperiereigenschaft: Der Stator der MX in EvenWall-Ausführung bietet eine relativ große Oberfläche bei gleichmäßiger Elastomerwandstärke und damit sehr gute Eigenschaften für die Temperierung.
  3. Hohe Servicefreundlichkeit: Auch mit der Temperierung bleibt die MX von KNOLL eine ausgesprochen servicefreundliche Pumpe, weil alle Teile weiterhin gleichermaßen gut zugänglich sind.
  4. Relining beim Stator: Kommt es zu Verschleiß am Stator, so kann dieser wiederaufgearbeitet werden. Dazu wird das verbrauchte Elastomer ausgebrannt, so dass der Statormantel für eine erneute Vulkanisation verwendet werden kann. So werden Kosten gespart und die Umwelt geschont.

Abschließend ist noch zu erwähnen, dass diese Exzenterschneckenpumpe einen hohen Wirkungsgrad aufweist und kaum einen Wärmeeintrag auf ihre Transportmedien leistet. Eine Aufheizung findet damit praktisch nicht statt, so dass ein „wohltemperierter“ Pump- bzw. Transportvorgang mit der MX von KNOLL gewährleistet ist.

Hygienisch pumpen nach EHEDG

Für Maschinen und Apparate, die bei der Herstellung von Nahrungsmitteln zum Einsatz kommen sollen, ist die Einhaltung der EHEDG-Richtlinien heute ein verbindlicher Standard, der weit über Europa hinaus Geltung erlangt hat. Dies gilt natürlich auch für Pumpen in der Nahrungsmittelproduktion.

Das Grundziel der EHEDG-Richtlinie ist die Vermeidung der mikrobiellen Kontamination von Nahrungsmitteln. Dadurch wird der mikrobiologischen Sicherheit und Qualität der Nahrungsmittel Rechnung getragen. Die Richtlinien beziehen sich auf den konstruktiven Aufbau, die Oberflächenbeschaffenheit, die verwendeten Materialien, die Reinigungsfähigkeit sowie die Vermeidung des Eindringens bzw. des Wachstums von Mikroorganismen in den Maschinen und Apparaten.

Wie wir bereits hier im Blog berichtet haben, ist die MX nach EHEDG zertifiziert und KNOLL Maschinenbau hat im Juni 2010 die dazu gehörende Urkunde überreicht bekommen. Als bemerkenswert wurde bei der Prüfung der MX-Pumpe durch das Forschungszentrum Weihenstephan für Brau- und Lebensmittelqualität der Technischen Universität (TU) München festgestellt, dass sich die MX dank ihrer aseptischen Konstruktion in der Regel auch ohne zusätzliche CIP-Pumpe reinigen lässt.

Dabei kann auf Bypässe und Ventile verzichtet werden. Diese bilden in den meisten Fällen nur unerwünschte Toträume, die nur im Reinigungsprozess durchströmt werden.

Ein weiterer Vorteil hinsichtlich der Hygiene ist der Selbstreinigungseffekt der MX: Für die Entleerung der Pumpe ist das Sauggehäuse mit einem besonderen Saugstutzen ausgestattet, der horizontal und tangential aufgeschweisst wird, so dass beim Sauggehäuse ebenso wie beim exzentrischen Druckstutzen der Selbstentleerungseffekt eintritt.

Die Vorteile der Exzenterschneckenpumpe gegenüber anderen Pumpsystemen

Wird eine Fertigungsanlage neu geplant oder soll eine bestehende Anlage umgerüstet werden, stellt sich meist auch die Frage nach dem richtigen Pumpsystem: Welcher Pumpentyp ist der Richtige? Folgende Argumente sprechen für die Exzenterschneckenpumpe:

  1. Schonende Förderung des Mediums: Die Förderkammern im Pumpsatz bleiben immer konstant, so dass das Produkt weder gequetscht noch geschert wird.
  2. Unterschiedliche Viskositäten werden gleichermaßen gut bedient: Von nieder- bis hochviskose Medien transportiert die Exzenterschneckenpumpe alles, sogar stichfeste oder gasbeladene Medien. Sie ist damit ausgesprochen flexibel und vielseitig im Einsatz.
  3. Kein Rückfluss in die Pumpe: Die Exzenterschneckenpumpe schließt beim Stillstand wie ein Schieber ab (ventillose Pumpe), so dass kein Medium in den Tank zurückfließen kann.
  4. Sehr gutes Ansaugverhalten: Mit ihrem sehr guten Ansaugverhalten eignet  sich diese Pumpe optimal zum Entleeren von Fässern, Mischern und Behältern aller Art. Die Exzenterschneckenpumpen von KNOLL erzeugen dabei in ihrer Saug-, Tauch- bzw. Folgeplattenversion einen Unterdruck von bis zu 0,2 bar absolut.
  5. Exaktes Dosieren: Durch die pulsationsarme Förderung des Mediums wird ein ausgesprochen exaktes Dosieren auch ohne Ventil möglich.
  6. Lineare Kennlinie: Weil es bei der Exzenterschneckenpumpe von KNOLL keinen Rückfluss gibt, steigt hier die Förderleistung immer proportional zur Drehzahl. Damit erstreckt sich der optimale Wirkungsgrad dieser Pumpe über einen sehr weiten Bereich.
  7. Für hohe Drücke geeignet: Die Exzenterschneckenpumpen von KNOLL erreichen eine Druckerhöhung von bis zu 80 bar, was sie für den anspruchsvollen Anlagenbau interessant macht.

Die MX-Pumpen von KNOLL sind damit in sehr unterschiedlichen Anwendungsgebieten im Einsatz. Hier eine Auswahl von Medien, die mit diesen Exzenterschneckenpumpen optimal gefördert werden:

  • In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie: Milchprodukte, rohe und gekochte Früchte, Fruchtmaischen, Konzentrate (z. B. von Säften), Flüssigei, Teige mit unterschiedlichem TA-Gehalt, Farb- und Aromastoffe, Butter, Fertiggerichte, Roh- bzw. Hilfsstoffe sowie fertige Massen für die Süßwarenindustrie, Schokolade (mit und ohne Stückigkeiten), Tiernahrung;
  • Im Bereich Chemie, Biochemie, Pharmazie und Kosmetik: Farben und Lacke, Harze, Wachse, Klebstoffe, Roh- und Hilfsstoffe für die Pharmazie, Peelings, kosmetische Produkte (auch Produkte aus der Bio- bzw. Naturkosmetik).

Warum KNOLL auf Kardangelenke für die MX-Pumpe setzt

Ein ganz entscheidendes Bauteil jeder Exzenterschneckenpumpe ist das Gelenk, mittels dessen die Kraftübertragung von der Antriebswelle auf den Rotor erfolgt. In der Praxis finden sich hier ganz unterschiedliche Lösungen, wie das Bolzengelenk oder der Biegestab.

KNOLL Maschinenbau hat sich bei seinen Pumpen der MX-Reihe für das Kardangelenk entschieden. Es zeichnet sich durch große Robustheit aus, was unter anderem beim Einsatz in Dosiervorgängen wichtig ist: Ein intermittierender Betrieb bringt hohe Belastungen für das Gelenk mit sich, das dabei unter keinen Umständen ausschlagen darf. KNOLL setzt deshalb für seine Kardangelenke auf gleich hohe Standards wie sie auch in der Automobilindustrie an bauähnliche Gelenke gerichtet werden. Die Robustheit des Kardangelenks ist aber nicht nur beim Dosieren vorteilhaft, sondern auch beim Pumpen hochviskoser Medien sowie beim Arbeiten mit hohen Drücken.

Kardangelenk einer Exzenterschneckenpumpe von KNOLL Maschinenbau

Zugleich sollte das Gelenk nicht nur robust sein, sondern auch die Strömungseigenschaften der Pumpe optimal unterstützen. Bei der MX-Pumpe von KNOLL wird eine durchgehend gleiche Strömungsgeschwindigkeit im Sauggehäuse erreicht, weil das Kardangelenk über seine gesamte Baulänge den gleichen Durchmesser aufweist.

Darüber hinaus muss das Gelenk die Pumpe natürlich auch in Fragen der Hygiene optimal unterstützen. Je nach Transportgut muss hier sehr hohen Hygieneanforderungen entsprochen werden können. Das Kardangelenk der MX ist deshalb mit einer speziellen Hygienemanschette versehen und kommt so mit dem Transportgut nicht in Berührung, was den Einsatz einer Lebensdauerschmierung des Kardangelenks ermöglicht. Dessen Schmierung mit Pflanzenfett ist bei bei allen Modellen der MX auf die gesamte Lebensdauer des Gelenks ausgelegt. Produktseitig unterstützt die Manschette die Reinigungsfähigkeit der Pumpe optimal durch ihre totraumarme Konstruktion. Die Abbildungen zeigen das Kardangelenk der MX ohne (oben) und mit (unten) Manschette.

Durch den Einsatz eines Kardangelenks muss das Gelenk der MX nicht mehr zu den Verschleißteilen gerechnet werden. Sollte es dennoch einen Ausfall geben, sind kurze Stillstandszeiten gewährleistet, da sich diese Exzenterschneckenpumpe einfach und rasch demontieren und ebenso wieder zusammensetzen lässt.

Damit ist die MX von KNOLL Maschinenbau ohne Zweifel eine gute Wahl, nicht zuletzt auch unter den Gesichtspunkten von Total Cost of Ownership (TCO).

Ohne Pumpen keine Pasteurisierung: Lebensmittel schonend haltbar machen

Ob Louis Pasteur wohl geahnt hat, was seine Entdeckung auslösen würde? Die Pasteurisierung von Lebensmitteln verschiedenster Art (nicht nur Milchprodukte) ist heute als Verfahren nicht mehr aus der Nahrungsmittelindustrie wegzudenken.

Dabei kommt es natürlich auch stark auf die Pumpen an, mit denen die fertig zubereiteten Nahrungsmittel der Pasteurisierung zugeführt werden. Denn oft muss hier mit sehr großen Drücken gearbeitet werden, weil Pasteurisierungsanlagen lange Rohrleitungen aufweisen. Traditionell werden dafür Kolbenpumpen eingesetzt. Diese haben aber den Nachteil einer relativ starken Pulsation, was für die der Pasteurisierung folgenden Prozessschritte nachteilig sein kann.

Hier bietet sich als Alternative die MX-Pumpe von KNOLL an: Diese Exzenterschneckenpumpe kann problemlos große Drücke aufbauen und gleichzeitig ihr Transportmedium sehr pulsationsarm fördern. Ein solchermaßen gleichmäßig erzeugter Förderstrom ist von Vorteil, wenn etwa direkt im Anschluss an die Pasteurisierung eine Dosierung erfolgen soll.

Erst kürzlich hat KNOLL seine MX-Pumpe als Teil einer Anlage zur Pasteurisierung von Saucen geliefert. Der Anlagenbauer TetraPak sah sich hier mit der Anforderung konfrontiert, ein hochviskoses Medium durch die Pasteurisierungsanlage zu führen, das sehr sensibel gegenüber Scherung ist. Der schonende Transport des Mediums war dem auftraggebenden Nahrungsmittelhersteller so wichtig, dass die Qualität der Pumpe zum entscheidenden Punkt der Auftragsvergabe wurde. TetraPak bekam schließlich den Auftrag, dank der Exzenterschneckenpumpe von KNOLL.

Dieses Beispiel demonstriert, wie leistungsfähig die MX ist. 45 Bar Druck stellen für sie kein Problem dar. Der schonende Umgang mit den Transportgütern ist dabei nicht zuletzt auf den Stator in EvenWall-Ausführung zurückzuführen. Dabei weist die Elastomer-Innenbeschichtung des Stators durchgängig eine gleichbleibende Wandstärke auf, die eine solche Druckstabilität bewirkt, dass beim Transport der Medien die Rückflüsse minimiert werden.

Die hier beschriebenen Vorzüge der MX-Exzenterschneckenpumpe in Bezug auf die Pasteurisierung von Lebensmitteln (speziell sensibler Saucen) gilt natürlich in gleicher Weise für den Bereich der Getränke oder der Tiernahrung. Unterschiedliche Viskositäten oder das Mitführen von Faser- bzw. Feststoffen ist problemlos möglich.

In der Summe kann festgestellt werden, dass mit der MX von KNOLL Maschinenbau das Spektrum an Möglichkeiten für die Pasteurisierung größer wird. Das bedeutet mehr Spielraum für die Produktentwicklung und Kernkompetenz für Hersteller von Nahrungsmitteln.