Fassentleerung bei hochviskosen Medien

09.07.2010

Hochviskose Medien werden oft in Fässern gelagert und müssen zur weiteren Verarbeitung aus diesen wieder entnommen werden. Da sie so zäh sein können, dass sie nicht mehr nachfließen, bedarf es hierfür spezieller Vorkehrungen. Beispiele sind Salben, Pasten, Fette, Harze, Silikone oder Klebstoffe. Auch in der Herstellung von Lebensmitteln treten hochviskose Materialen auf: Erdnussbutter, Teige oder Tomatenmark sind typische Beispiele.

KNOLL Maschinenbau bietet für diese Fälle seine Exzenterschneckenpumpen MX in spezieller Ausführung als Folgeplattenversion zur Fassentleerung an. Ihr besonderer Vorteil gegenüber anderen Pumpenarten ist es, dass sie zäh fließende bis stichfeste Medien sowohl transportieren als auch dosieren und dabei die Fässer bis auf einen kleinen Rest entleeren können. Dazu kann der Transport über relativ weite Strecken erfolgen, am anderen Ende ist (bei Bedarf) ein exaktes Abfüllen in kleinere Gebinde problemlos möglich. Die MX-Pumpen stellen dazu den Druck zur Verfügung, der ihnen in der jeweiligen Situation abverlangt wird, von drucklos bis zu 40 Bar.

Der Aufbau der Pumpe kann hierbei sehr individuellen Bedürfnissen gerecht werden. Eine pneumatische Steuerung kann mitgeliefert werden (oder auch entfallen), ebenso wie eine Beheizung für die Folgeplatte (für sehr hochviskose Medien). Zudem kann der gesamte Aufbau an die Größe der zu entleerenden Gebinde angepasst werden, so dass sowohl die üblichen 200-Liter-Fässer, als auch kleinere Verpackungen bedient werden können.

Für den Kern der Anlage, die Exzenterschneckenpumpe MX, gelten natürlich alle Vorteile wie sie die gesamte Baureihe auszeichnet: Gute Reinigungsfähigkeit dank schneller Zerleg- und Montierbarkeit bzw. guter CIP-Fähigkeit, schonende und pulsationsarme Förderung des Transportgutes sowie die Belastbarkeit mit hohem Druck aufgrund der EvenWall-Technologie, um nur einige Punkte zu nennen.

Im praktischen Einsatz wird die Folgeplatte direkt auf das Transportmedium aufgesetzt und fixiert. Sobald der Pumpvorgang startet, wird die Folgeplatte mithilfe eines Pneumatikzylinders nach unten bewegt.

Dichtungen zwischen Platte und Fassrand sorgen dafür, dass das Transportgut nur über die Pumpe entweichen kann. Durch die Geometrie der Folgeplatte  und die eingestellten Endpunkte wird eine nahezu vollständige Fassentleerung erreicht. Am Ende eines Entleerungsvorgangs wird die Folgeplatte wieder in ihre Ausgangsstellung gebracht. Sie kann dann leicht gereinigt bzw. ausgewechselt werden.