Abrasive Medien wirtschaftlich pumpen: Die MX in Spezialausführung

17.12.2010

Sollen abrasive Medien gefördert werden, kann die Pumpe schnell zum Sorgenkind werden: Abrasive Fördermedien können zu hohem Verschleiß und damit zu kurzen Standzeiten führen. Ein portugiesischer Farbenhersteller hatte bei der Förderung von Calciumcarbonat entsprechende Erfahrungen gemacht und sich deshalb die Exzenterschneckenpumpen von KNOLL Maschinenbau näher angesehen.

Seine Anforderungen: 70%  Calciumcarbonat in wässriger Lösung mit einer Partikelgröße von 6 µm bei einem Druck von 5 bar und einer Kapazität von 60 m³/h zu fördern. KNOLL lieferte dafür eine MX50 in spezieller Ausführung: Der Stator ist dabei mit einem verschleissfesten Elastomer ausgekleidet, der Rotor in Edelstahl speziell beschichtet (“ductil coated”). Das Kardangelenk erhält ebenfalls eine Manschette in verschleissfestem Elastomer. Insgesamt weist die MX damit einen hoch abrasions- und korrosionsfesten Aufbau auf, der den hohen Anforderungen der Chemieindustrie bzw. hier im Bereich Farben und Lacke Rechnung trägt.

Das Ergebnis in der Praxis: Nach einem Jahr harten Dauereinsatz der MX zeigt sich der portugiesische Farbenhersteller hoch zufrieden. Im Drei-Schicht-Betrieb konnte die Exzenterschneckenpumpe von KNOLL voll und ganz überzeugen. Nach über 6.000 Betriebsstunden war noch kein Verlust an Förderstrom bzw. Gegendruck erkennbar.

Dazu beigetragen hat aber nicht nur der abrasions- und korrosionsfeste Aufbau der Pumpe, sondern auch ihr Konstruktionsprinzip mit dem (serienmässigen) EvenWall-Stator. Dieser Stator bewirkt, dass praktisch keine Rückströmung des zu pumpenden Mediums auftritt, was bei einem abrasiven Medium wie Calciumcarbonat hochwillkommen ist: Es tritt somit auch kein Strahlverschleiß auf.

Zudem weist der Stator in EvenWall-Ausführung noch einen weiteren Vorteil auf: Die Kennlinie der Exzenterschneckenpumpe verbessert sich dadurch ganz entscheidend gegenüber herkömmlichen Pumpen ohne Stator in EvenWall, was sich signifikant auf die Wirtschaftlichkeit auswirkt. Im Bild links: Kennlinie mit konventionellem Stator (Linie links) und mit Stator in EvenWall (Linie rechts).

Insgesamt überzeugt die MX in ihrer Spezialausführung damit nicht nur aufgrund ihrer Beständigkeit gegenüber einem hoch abrasiven Medium, sondern auch auf der Ebene der Wirtschaftlichkeit.

Ein Kommentar zu “Abrasive Medien wirtschaftlich pumpen: Die MX in Spezialausführung”

  1. [...] um eine  unerwünschte Klebewirkung und damit Brückenbildungen zu vermeiden. Aufgrund der sehr abrasiven Eigenschaften und der hohen Viskosität von 700.000 – 1.500.000 m Pas des Mediums wird bei dieser Pumpe ein [...]

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