Archiv für: 2012

KNOLL entwickelt innovative Lösungen für die Schokoladenindustrie

Wussten Sie, dass jeder Deutsche im Durchschnitt mehr als 10 kg Schokolade im Jahr isst!?!?!

Für die Herstellung einer Praline wird in den meisten Fällen eine Schokoladenfüllmasse benötigt. Diese setzt sich z.B. aus Schokolade, pflanzlichen Fetten, Nusspasten und Aromen zusammen.

Bevor die Schokoladenfüllmasse verarbeitet werden kann, muss sie temperiert werden. Bei diesem Prozess wird die Masse unter Scherung  abgekühlt und anschließend wieder leicht angewärmt. Dadurch wird sichergestellt, dass die Masse nach dem Festwerden eine glatte Textur aufweist und lagerstabil ist. Die temperierte Masse wird in eine Blockform gegossen und dann während einer Woche bei 12°C gelagert.

Für die Weiterverarbeitung muss die feste Schokoladenfüllmasse in einem Wärmeraum bei 28°C ca. eine Woche angewärmt werden. Erst danach wird der weiche Block in einem Mischer mit Zusatzstoffen wie Nüsse oder Rosinen homogenisiert und plastifiziert. Diese Mischung wird nun dem Extruder zugeführt, oft manuell durch fahrbare Transportbehälter. Durch den Extruder werden letztendlich die Pralinen auf ein Transportband in Form gespritzt, mit Schokolade überzogen und dekoriert, danach abgekühlt und schließlich verpackt.

Mit der KNOLL-Technologie ist es möglich, die feste Schokoladefüllmasse schon mit 12°C zu verarbeiten und den Wärmeraum und die Verweilzeit aus dem Prozess auszuschließen. Dadurch wird die Produktion flexibler, zeitsparend und effizienter.  Die teilweise weiten Transportwege zwischen Kühl- bzw. Wärmeraum entfallen sowie der Wärmeraum als solcher. Ein wichtiger Punkt hierbei ist das geschlossene System der Gesamtanlage, welche höchste Hygienevorschriften erfüllt. Hervorzuheben ist auch die Möglichkeit, kontinuierlich zu produzieren, was vorher nur batchweise möglich war. Dadurch dass die KNOLL-Pumpen einen hohen Druck zur Verfügung stellen, können auch weite Wege überbrückt werden. Durch statische Mischer werden druckseitig die Feststoffe wie Nüsse und Rosinen in den Förderstrang homogen eingemischt.

Je nach Art des Herstellprozesses der Schokoladeprodukte ermöglicht KNOLL für den Hersteller die optimale Lösung um zeitaufwendige Produktionsschritte zu vereinfachen oder sogar zu umgehen.

 

Kürbismasse pumpen mit der MX

Ein seit den 50er Jahren bestehendes Unternehmen aus den USA hat sich auf die Verarbeitung von Obst und Gemüse spezialisiert.
Neben den verschiedensten Sorten an Dosenfrüchten stellen Sie auch die Kuchenfüllung für den bei den Amerikanern sehr beliebten „Pumpkin Pie“ her.
„Pumpkin Pie“ ist ein traditioneller US-amerikanischer Kürbiskuchen der besonders an Feiertagen im Spätherbst bis Frühwinter serviert wird, wie zum Beispiel an Halloween oder „Thanksgiving“.

Die Kürbisernte findet im Herbst statt. Die Verarbeitung der Kürbisernte dauert von Oktober bis Dezember an, diese Phase bezeichnet der Produzent als Kürbiskampagne. 
Für die Weiterverarbeitung der Kürbisse wurde vom Kunden bisher eine Drehkolbenpumpe eines namenhaften amerikanischen Herstellers eingesetzt.
Trotzdass die Kürbisse vor dem Verarbeitungsprozess zerkleinert, aufgekocht und gründlich gesäubert werden, befinden sich an deren Schalen immer noch kleinste Sandpartikel. Die abrasiven Eigenschaften der Sandkörner machen den Pumpvorgang für die Drehkolbenpumpe zu einer großen Schwierigkeit.
Da bei diesen Pumpen sowohl Gehäuse als auch Kolben metallisch sind, verhalten sich die Sandpartikel gegenüber den metallischen Bauteilen der Pumpe wie ein Schleifpapier und nutzen das Innenleben der Drehkolbenpumpe innerhalb von 72 Stunden ab.
Während der sog. Kampagne fallen für den Hersteller der Kürbiscreme enorme Kosten durch den hohen Verschleiß der Drehkolbenpumpen an. Um diese Kosten zu reduzieren wird nun eine KNOLL Exzenterschneckenpumpe an Stelle der Drehkolbenpumpe verwendet.

Für diesen Anwendungsfall setzt KNOLL eine Standardpumpe des Typs MX30S-60/10 ein.
Durch die EvenWall® Technology der MX, mit Ihrer exakten, gleichmäßigen Verpressung zwischen dem duktil beschichteten Edelstahlrotor und dem weichen Elastomer des Stators, bietet die MX viele Vorteile für diesen Einsatzbereich.
Durch die geschlossenen Druckkammern der KNOLL-Pumpe wird der Rückfluss des Mediums in die druckmindere Kammer verhindert (kein Strahlverschleiß), dadurch können zum einen sehr hohe Drücke gefahren werden und zum anderen haben die abrasiven Partikel kaum eine Chance die Pumpenoberflächen zu schädigen. Außerdem kann ein besseres Ansaugen der Pumpe von bis zu 100 mbar absolut Unterdruck zur Verfügung gestellt werden.
Ein weiterer Vorteil einer KNOLL Exzenterschneckenpumpe ist die gute Reinigungsfreundlichkeit.
Zur Reinigung kann eine MX auch mit Wasser betrieben werden und ermöglicht somit eine selbständige Reinigung der Pumpe. Des Weiteren wird ermöglicht die übrige Kürbismasse aus den Rohrleitungen zu schieben um das Pumpsystem und deren Verrohrung zu reinigen. Das heißt, die MX ist in der Lage mit Wasser die gleich hohen Drücke wie mit hochviskosen Medien zu erreichen. Bei der Reinigung ist es wichtig, dass die Drehzahl reguliert werden kann. Mit der MX ist eine 1 zu 20 Drehzahlregelung der Pumpe im Standard möglich.

Eine Drehkolbenpumpe hingegen kann bei geringer Drehzahl und niedrigviskosen Medien nur geringen Druck aufbauen. Aufgrund der nicht geschlossenen Druckkammern, kann der Rückfluss in die vorhergehende Druckkammer nicht verhindert werden. Deshalb wird für den Reinigungsprozess eine „Buster-Pumpe“ benötigt, da eine Drehkolbenpumpe weder sich selbst noch die Rohrleitungen reinigen kann.

Die Exzenterschneckenpumpe von KNOLL wurde erstmals in der Mitte einer Kampagne eingesetzt. Nach Ende der Kürbissaison wurde die Pumpe in unserem Haus überprüft. Sie war ca. 1-2 Monate im Einsatz und wies nur geringe Verschleißspuren auf.
Die Pumpe von KNOLL Maschinenbau ist nun schon seit 2,5 Kampagnen im Einsatz. Für den Produzenten der Kürbiscreme ist diese Standzeitverlängerung ein großer Erfolg durch den hohe Kosten eingespart und viele Prozesse vereinfacht werden konnten.