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Aggressive Medien und eine widerstandsfähige Pumpe

Es gibt Anwendungen z. B. in der Chemischen Industrie oder der Farben- und Lackindustrie, bei denen kein Elastomer eingesetzt werden kann. Die chemische Beständigkeit wäre nicht mehr gegeben, was vor allem bei Gemischen aus unterschiedlichen Lösungsmitteln der Fall sein kann. Bei der Auslegung der Pumpe muss hierbei nicht nur das Medium selbst, sondern auch der Reinigungsprozess mit in Betracht gezogen werden.

Als Alternative bietet sich hier der Einsatz von PTFE (Teflon) an, sowohl bei den Sekundärdichtungen als auch beim Stator. KNOLL Maschinenbau hat unlängst für einen süddeutschen Farbenhersteller eine MX20 so aufgebaut, dass sie seinen speziellen Anforderungen gerecht wird: Einsatz in der Herstellung von Farben, wobei häufige Reinigungsvorgänge mit einem Gemisch von Lösungsmitteln möglich sein müssen. Da diese Lösungsmittel wiederaufbereitet werden, können sich ihre Zusammensetzung und Konzentration ändern, was keinen Einfluss auf die Eigenschaften der Exzenterschneckenpumpe haben darf.

Die MX20 erhielt dafür einen Feststoff-Stator aus Teflon. Die exzentrische Bewegung des Rotors wird über einen Biegestab in Titan ausgeglichen und auf Elastomer-Dichtungen wird komplett verzichtet. Damit konnte erreicht werden, dass die MX einerseits die nötige Beständigkeit gegenüber den Reinigungsvorgängen mit Lösungsmitteln aufweist, andererseits aber auch ihre KNOLL-typischen Eigenschaften behält:

  1. Hohe Servicefreundlichkeit auch unter Verwendung nicht serienmässiger Bauteile;
  2. Gute Reinigungsfähigkeit (CIP und SIP);
  3. Sehr gutes Pumpverhalten (geringe Pulsation, hohe Drücke, Eignung für hohe Viskositäten).

Zudem wurde bei dieser Spezialausführung darauf geachtet, dass die Modularität in allen wesentlichen Bauteilen erhalten bleibt, so dass der Farbenhersteller seine Pumpe bei Bedarf auch sich verändernden Bedingungen im Herstellungsprozess anpassen kann.

Insgesamt ist diese MX20 ein gelungenes Beispiel dafür, wie KNOLL Maschinenbau auf die Wünsche seiner Kunden eingeht, um diese in ihren Herstellungsprozessen bestmöglich zu unterstützen.

Abrasive Medien wirtschaftlich pumpen: Die MX in Spezialausführung

Sollen abrasive Medien gefördert werden, kann die Pumpe schnell zum Sorgenkind werden: Abrasive Fördermedien können zu hohem Verschleiß und damit zu kurzen Standzeiten führen. Ein portugiesischer Farbenhersteller hatte bei der Förderung von Calciumcarbonat entsprechende Erfahrungen gemacht und sich deshalb die Exzenterschneckenpumpen von KNOLL Maschinenbau näher angesehen.

Seine Anforderungen: 70%  Calciumcarbonat in wässriger Lösung mit einer Partikelgröße von 6 µm bei einem Druck von 5 bar und einer Kapazität von 60 m³/h zu fördern. KNOLL lieferte dafür eine MX50 in spezieller Ausführung: Der Stator ist dabei mit einem verschleissfesten Elastomer ausgekleidet, der Rotor in Edelstahl speziell beschichtet (“ductil coated”). Das Kardangelenk erhält ebenfalls eine Manschette in verschleissfestem Elastomer. Insgesamt weist die MX damit einen hoch abrasions- und korrosionsfesten Aufbau auf, der den hohen Anforderungen der Chemieindustrie bzw. hier im Bereich Farben und Lacke Rechnung trägt.

Das Ergebnis in der Praxis: Nach einem Jahr harten Dauereinsatz der MX zeigt sich der portugiesische Farbenhersteller hoch zufrieden. Im Drei-Schicht-Betrieb konnte die Exzenterschneckenpumpe von KNOLL voll und ganz überzeugen. Nach über 6.000 Betriebsstunden war noch kein Verlust an Förderstrom bzw. Gegendruck erkennbar.

Dazu beigetragen hat aber nicht nur der abrasions- und korrosionsfeste Aufbau der Pumpe, sondern auch ihr Konstruktionsprinzip mit dem (serienmässigen) EvenWall-Stator. Dieser Stator bewirkt, dass praktisch keine Rückströmung des zu pumpenden Mediums auftritt, was bei einem abrasiven Medium wie Calciumcarbonat hochwillkommen ist: Es tritt somit auch kein Strahlverschleiß auf.

Zudem weist der Stator in EvenWall-Ausführung noch einen weiteren Vorteil auf: Die Kennlinie der Exzenterschneckenpumpe verbessert sich dadurch ganz entscheidend gegenüber herkömmlichen Pumpen ohne Stator in EvenWall, was sich signifikant auf die Wirtschaftlichkeit auswirkt. Im Bild links: Kennlinie mit konventionellem Stator (Linie links) und mit Stator in EvenWall (Linie rechts).

Insgesamt überzeugt die MX in ihrer Spezialausführung damit nicht nur aufgrund ihrer Beständigkeit gegenüber einem hoch abrasiven Medium, sondern auch auf der Ebene der Wirtschaftlichkeit.

Pumpen und ihre Temperierung

Viele Fertigungsprozesse kommen heute ohne den Einsatz von Pumpen nicht mehr aus. Dabei spielt oft nicht nur der reine Pumpvorgang eine Rolle, sondern auch die Temperatur, weil die Transportmedien auf einem ganz bestimmen Temperaturlevel gehalten werden müssen. Die Pumpe muss also auch temperieren können, womit sowohl die Kühlung als auch die Erwärmung gemeint sein kann.

Bei sensiblen Transportgütern muss zudem gewährleistet sein, dass sie unter keinen Umständen mit dem Temperiermedium in Kontakt kommen. Eine Verunreinigung muss ausgeschlossen werden können. KNOLL Maschinenbau hat deshalb seine Exzenterschneckenpumpen der MX-Reihe so ausgelegt, dass ihre Temperierung mit Dampf, Wasser oder Öl möglich ist und sie zugleich gegenüber dem Transport absolut dicht bleiben.

Zum Einsatz kommt dafür ein aufgeschweißter Doppelmantel mit zwei Kammern (je einer für das Sauggehäuse und einer für den Pumpsatz). Diese Lösung bietet mehrere Vorteile:

  1. Hohe Druckstabilität: Der Doppelmantel hält einem Druck von bis zu 5 Bar problemlos stand, wenn etwa die Pumpe im Rahmen einer umfassenden Temperierung von Rohrleitungen und Behältern mitbedient werden soll.
  2. Gute Temperiereigenschaft: Der Stator der MX in EvenWall-Ausführung bietet eine relativ große Oberfläche bei gleichmäßiger Elastomerwandstärke und damit sehr gute Eigenschaften für die Temperierung.
  3. Hohe Servicefreundlichkeit: Auch mit der Temperierung bleibt die MX von KNOLL eine ausgesprochen servicefreundliche Pumpe, weil alle Teile weiterhin gleichermaßen gut zugänglich sind.
  4. Relining beim Stator: Kommt es zu Verschleiß am Stator, so kann dieser wiederaufgearbeitet werden. Dazu wird das verbrauchte Elastomer ausgebrannt, so dass der Statormantel für eine erneute Vulkanisation verwendet werden kann. So werden Kosten gespart und die Umwelt geschont.

Abschließend ist noch zu erwähnen, dass diese Exzenterschneckenpumpe einen hohen Wirkungsgrad aufweist und kaum einen Wärmeeintrag auf ihre Transportmedien leistet. Eine Aufheizung findet damit praktisch nicht statt, so dass ein “wohltemperierter” Pump- bzw. Transportvorgang mit der MX von KNOLL gewährleistet ist.

Die Vorteile der Exzenterschneckenpumpe gegenüber anderen Pumpsystemen

Wird eine Fertigungsanlage neu geplant oder soll eine bestehende Anlage umgerüstet werden, stellt sich meist auch die Frage nach dem richtigen Pumpsystem: Welcher Pumpentyp ist der Richtige? Folgende Argumente sprechen für die Exzenterschneckenpumpe:

  1. Schonende Förderung des Mediums: Die Förderkammern im Pumpsatz bleiben immer konstant, so dass das Produkt weder gequetscht noch geschert wird.
  2. Unterschiedliche Viskositäten werden gleichermaßen gut bedient: Von nieder- bis hochviskose Medien transportiert die Exzenterschneckenpumpe alles, sogar stichfeste oder gasbeladene Medien. Sie ist damit ausgesprochen flexibel und vielseitig im Einsatz.
  3. Kein Rückfluss in die Pumpe: Die Exzenterschneckenpumpe schließt beim Stillstand wie ein Schieber ab (ventillose Pumpe), so dass kein Medium in den Tank zurückfließen kann.
  4. Sehr gutes Ansaugverhalten: Mit ihrem sehr guten Ansaugverhalten eignet  sich diese Pumpe optimal zum Entleeren von Fässern, Mischern und Behältern aller Art. Die Exzenterschneckenpumpen von KNOLL erzeugen dabei in ihrer Saug-, Tauch- bzw. Folgeplattenversion einen Unterdruck von bis zu 0,2 bar absolut.
  5. Exaktes Dosieren: Durch die pulsationsarme Förderung des Mediums wird ein ausgesprochen exaktes Dosieren auch ohne Ventil möglich.
  6. Lineare Kennlinie: Weil es bei der Exzenterschneckenpumpe von KNOLL keinen Rückfluss gibt, steigt hier die Förderleistung immer proportional zur Drehzahl. Damit erstreckt sich der optimale Wirkungsgrad dieser Pumpe über einen sehr weiten Bereich.
  7. Für hohe Drücke geeignet: Die Exzenterschneckenpumpen von KNOLL erreichen eine Druckerhöhung von bis zu 80 bar, was sie für den anspruchsvollen Anlagenbau interessant macht.

Die MX-Pumpen von KNOLL sind damit in sehr unterschiedlichen Anwendungsgebieten im Einsatz. Hier eine Auswahl von Medien, die mit diesen Exzenterschneckenpumpen optimal gefördert werden:

  • In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie: Milchprodukte, rohe und gekochte Früchte, Fruchtmaischen, Konzentrate (z. B. von Säften), Flüssigei, Teige mit unterschiedlichem TA-Gehalt, Farb- und Aromastoffe, Butter, Fertiggerichte, Roh- bzw. Hilfsstoffe sowie fertige Massen für die Süßwarenindustrie, Schokolade (mit und ohne Stückigkeiten), Tiernahrung;
  • Im Bereich Chemie, Biochemie, Pharmazie und Kosmetik: Farben und Lacke, Harze, Wachse, Klebstoffe, Roh- und Hilfsstoffe für die Pharmazie, Peelings, kosmetische Produkte (auch Produkte aus der Bio- bzw. Naturkosmetik).

Eingebaute Servicefreundlichkeit: MX-Pumpen zerlegen und wieder montieren

Zu den entscheidenden Anforderungen an eine Pumpe gehört ihre Servicefreundlichkeit. Dies betrifft nicht nur die Wartung oder den Austausch von Verschleißteilen, sondern auch ihre Reinigung: So ist in den Fertigungsprozessen vieler Hersteller vorgeschrieben, dass die dabei zum Einsatz kommenden Pumpen nach jeder Charge (etwa einer Batch Production) vollständig zerlegt werden müssen.

Exzenterschneckenpumpen von KNOLL haben damit keine Probleme. Im Gegenteil: Die MX-Reihe ist schon vom Entwurf her auf eine servicefreundliche Gesamtkonstruktion ausgelegt, so dass mit ihrem Einsatz die Mean Time To Repair (MTTR) möglichst kurz gehalten werden kann.

Bei den kleineren Baureihen (MX10 und MX20) erleichtern Clamp-Verschlüsse die Montage bzw. Demontage. Zudem kann mit ihnen jede Trennstelle an der Pumpe für sich geöffnet werden, ohne dass gleich die gesamte Pumpe zerlegt werden muss. Bei den größeren Modellen treten an die Stelle der Clamp-Verschlüsse DIN-Schrauben, die ebenfalls eine Schnellzerlegung erlauben.

Bei allen Modellen kann über ein Servicefenster die rotierende Einheit gelöst und damit die Pumpe auseinander gezogen werden. Auf diese Weise wird auch die Dichtung zwischen Sauggehäuse und Lagerstuhl schnell zugänglich gemacht.

Die rotierende Einheit von Rotor und Stator kann ebenfalls leicht und schnell entfernt bzw. wieder eingesetzt werden, weil dazu nur die Schnittstelle am Sauggehäuse sowie die rotierende Einheit über das Servicefenster gelöst werden müssen. Ein aufwendiges Abdrehen der Statoren mit Kettenzangen gehört bei den Exzenterschneckenpumpen von KNOLL der Vergangenheit an.

Zerlegt man eine Pumpe der MX-Reihe und setzt sie wieder zusammen, so passt jedes Teil genau an seinen konstruktiv vordefinierten Platz. Ein “Puzzle” kann nicht entstehen und die Pumpe auch nicht falsch montiert werden. Zudem verhindern verliersichere Verbindungselemente das unbeabsichtigte Lösen von Pumpenteilen.

Exzenterschneckenpumpen von KNOLL bieten damit eine optimale Symbiose von anspruchsvoller Technik zum Transport hochviskoser Medien einerseits und den Anforderungen an die Servicefreundlichkeit andererseits, bei der jegliches Handling der Pumpen möglichst einfach und schnell durchführbar sein muss.

Pumpen für die Papierindustrie

Papier ist geduldig, sagt uns das Sprichwort. Sein Herstellungsprozess ist damit aber nicht gemeint, denn die Produktion von rund 3.000 Papiersorten (allein in Deutschland) ist ein sehr anspruchsvoller Vorgang. Exzenterschneckenpumpen von KNOLL kommen dabei an den unterschiedlichsten Stellen zum Einsatz, etwa direkt an der Papiermaschine (für Streichfarbe) oder auch in der Streichküche (für verschiedene chemische Zusätze).

Für die MX-Pumpen von KNOLL beim Einsatz in der Papier- bzw. Zellstoffindustrie sprechen ihre konstruktiven Merkmale:

  1. Pulsationsarme Förderung: Sie erlaubt einen gleichmäßigen Transport und auch bei schwankenden Mediumstemperaturen bleibt die Kennlinie konstant. Ein exaktes Dosieren von Medien aller Art, die auch hochviskos oder abrasiv sein können, ist gewährleistet.
  2. Große Förderleistung: In den Ausführungen als MX 100 sind Förderleistungen von bis zu 200.000 Liter pro Stunde möglich.
  3. Kompakte Bauform: Durch den Einsatz der EvenWall-Technologie sind MX-Pumpen kurz gebaut und damit auch bei schwierigen räumlichen Verhältnissen gut einsetzbar. Pro Druckstufe ist beim EvenWall-Stator eine Druckerhöhung von 10 Bar möglich.
  4. Geeignet für hohe Drücke: Sowohl die Rotor-Stator-Einheit kann problemlos unter hohem Druck arbeiten, also auch das sehr robuste, nadelgelagerte und lebensdauergeschmierte Kardangelenk. Exzenterschneckenpumpen von KNOLL sind generell mit einem Lagerstuhl ausgetattet, so dass die axialen und radialen Kräfte nicht auf das Getriebe übertragen werden. Die Getriebe werden dadurch zuverlässig geschont.

In der Praxis findet man MX-Pumpen von KNOLL etwa bei der Förderung von Papierpulpe, meist in der Ausführung als Rachenversion. Diese beherrscht den Transport von kaum oder nicht mehr fließfähigen Produkten wie Pulpe.

Daneben kommt sie auch in der Streichküche zum Einsatz, wenn es darum geht, unterschiedliche chemische Zusätze exakt zu dosieren und zu transportieren. In ihrer Chemieausführung fördern die MX-Pumpen Calciumcarbonat, Füllstoffe aller Art, Leime, Latex, Stärke, Streichfarbe oder Titandioxid. Dabei dürfen Medien wie Streichfarbe auch heiß, stark abrasiv, umweltbelastend bzw. gefährlich sein, Leistung und Zuverlässigkeit der Pumpen werden davon nicht beeinträchtigt.

Ein weiterer Pluspunkt der MX-Pumpen ist der großzügig gestaltete Dichtungsraum, in den man je nach Anforderung verschiedenste Wellenabdichtungen verbauen kann. Abhängig vom Medium bietet KNOLL doppelt wirkende Gleitringdichtungen für Sperrüberdruck (geschlossene Systeme) oder als drucklose Quenchvorlage zur Kühlung oder Schmierung der Dichtflächen an.

Insgesamt unterstützen somit Exzenterschneckenpumpen von KNOLL die Papier- und Zellstoffindustrie bei ihrem kostensensitivsten Punkt: Dem Materialeinsatz (Materialverbrauch) in der Herstellung. Ein schneller Transport auch unter hohen Drücken, exakte Dosierungen und sehr kurze Standzeiten (für Reinigung und Wartung) tragen dazu bei, eine kostenoptimale Produktion von Papier zu erreichen.

Fassentleerung bei hochviskosen Medien

Hochviskose Medien werden oft in Fässern gelagert und müssen zur weiteren Verarbeitung aus diesen wieder entnommen werden. Da sie so zäh sein können, dass sie nicht mehr nachfließen, bedarf es hierfür spezieller Vorkehrungen. Beispiele sind Salben, Pasten, Fette, Harze, Silikone oder Klebstoffe. Auch in der Herstellung von Lebensmitteln treten hochviskose Materialen auf: Erdnussbutter, Teige oder Tomatenmark sind typische Beispiele.

KNOLL Maschinenbau bietet für diese Fälle seine Exzenterschneckenpumpen MX in spezieller Ausführung als Folgeplattenversion zur Fassentleerung an. Ihr besonderer Vorteil gegenüber anderen Pumpenarten ist es, dass sie zäh fließende bis stichfeste Medien sowohl transportieren als auch dosieren und dabei die Fässer bis auf einen kleinen Rest entleeren können. Dazu kann der Transport über relativ weite Strecken erfolgen, am anderen Ende ist (bei Bedarf) ein exaktes Abfüllen in kleinere Gebinde problemlos möglich. Die MX-Pumpen stellen dazu den Druck zur Verfügung, der ihnen in der jeweiligen Situation abverlangt wird, von drucklos bis zu 40 Bar.

Der Aufbau der Pumpe kann hierbei sehr individuellen Bedürfnissen gerecht werden. Eine pneumatische Steuerung kann mitgeliefert werden (oder auch entfallen), ebenso wie eine Beheizung für die Folgeplatte (für sehr hochviskose Medien). Zudem kann der gesamte Aufbau an die Größe der zu entleerenden Gebinde angepasst werden, so dass sowohl die üblichen 200-Liter-Fässer, als auch kleinere Verpackungen bedient werden können.

Für den Kern der Anlage, die Exzenterschneckenpumpe MX, gelten natürlich alle Vorteile wie sie die gesamte Baureihe auszeichnet: Gute Reinigungsfähigkeit dank schneller Zerleg- und Montierbarkeit bzw. guter CIP-Fähigkeit, schonende und pulsationsarme Förderung des Transportgutes sowie die Belastbarkeit mit hohem Druck aufgrund der EvenWall-Technologie, um nur einige Punkte zu nennen.

Im praktischen Einsatz wird die Folgeplatte direkt auf das Transportmedium aufgesetzt und fixiert. Sobald der Pumpvorgang startet, wird die Folgeplatte mithilfe eines Pneumatikzylinders nach unten bewegt.

Dichtungen zwischen Platte und Fassrand sorgen dafür, dass das Transportgut nur über die Pumpe entweichen kann. Durch die Geometrie der Folgeplatte  und die eingestellten Endpunkte wird eine nahezu vollständige Fassentleerung erreicht. Am Ende eines Entleerungsvorgangs wird die Folgeplatte wieder in ihre Ausgangsstellung gebracht. Sie kann dann leicht gereinigt bzw. ausgewechselt werden.

Flüssigkeiten exakt dosieren mit MX Exzenterschneckenpumpen

Bei der volumetrischen Dosierung von wässrigen bis hochviskosen Verbrauchsartikeln in Gebinde gehört das Erreichen einer hohen Reproduzierbarkeit zu den wichtigsten Zielen. Hersteller aller Branchen sind bei der Abfüllung verpflichtet, sich an die europäische Fertigpackungsrichtlinie zu halten.

Bestimmte Toleranzen müssen also eingehalten werden und das bedeutet für den Produzenten, dass die Dosiergenauigkeit sich entscheidend auf die abgefüllte Menge und damit natürlich auch auf die Herstellungskosten auswirkt. Je kleiner die Toleranzen, um so kleiner ist die Abfüllmenge.

Die Abbildung (oben) zeigt eine Monopumpenfüllmaschine MFL der Firma Bünder & Schmitt, bei der die MX-Pumpen in CIP-fähiger Ausführung gehalten sind. Solche Abfüllanlagen werden u. a. von Henkel und Bayer zum Abfüllen von Reinigern oder auch Pflanzenschutzmitteln eingesetzt.

Die KNOLL Exzenterschneckenpumpen MX haben eine hohe Kompetenz in der Dosiertechnik. Neben einer exakten Dosiergenauigkeit können nicht nur inkompressible sondern auch kompressible Medien gepumpt werden, ohne die Mediumsstruktur zu verändern. Durch den serienmäßig eingesetzten EVEN WALL (gleichmäßige Elastomerwandstärke) hat die MX-Pumpe eine absolut exakte, gleichmäßige Dichtlinie, welche die Qualität der Reproduzierbarkeit der Förderleistung auch bei wechselndem Druck erhöht und die Pulsation deutlich dezimiert. Durch den Even Wall und der damit verbundenen exakten Dichtlinie wird ebenso das Produkt geschont, so dass sehr scherempfindliche Medien problemlos transportiert werden können. Hier spielt auch der Wärmeeintrag des Öfteren eine Rolle, welcher dank der konstruktiven Gegebenheiten deutlich geringer ist als bei herkömmlichen Statoren mit zylindrischem Statormantel.

Ein weiteres Kriterium, welches bei der Dosierung zu beachten ist, ist die Beständigkeit der Materialien nicht nur für das zu pumpende Medium, sondern auch für die Reinigungsmedien und deren Temperaturen. Hierfür stehen zahlreiche Werkstoffe zur Verfügung, die jeweils entsprechend dem Medium sorgfältig durch unser qualifiziertes Labor ausgewählt werden.

Das eingesetzte Zubehör entscheidet ebenso über das Maß der Dosiergenauigkeit wie die Dosierpumpe selbst. Für jede Anforderung wird die notwendige Mess- und Regeltechnik projektiert und geprüft, ob eine permanente Dosierung über eine einmal kalibrierte Pumpe oder eine einfache messwertabhängige Dosierung abverlangt wird, steht umfangreiches Zubehör durch KNOLL zur Verfügung.

Je nach Aufgabe werden Schrittmotoren, Servomotoren oder Asynchronmotoren mit Geber eingesetzt, um die MX-Pumpe bei ihren exakten Dosieraufgaben zu unterstützen.

Die Grafik zeigt eine Messaufnahme der KNOLL MX-Pumpe mit der erreichten Genauigkeit (für eine größere Darstellung lässt sich die Grafik anklicken). Die Idee war es, die Amplitude zu programmieren und mit der Hilfe eines Schrittmotors und eines Encoders ihre stetige Position zu erfassen, um diese bei der Dosierung zu kompensieren. Es hat sich dabei heraus gestellt, dass die Dosiergenauigkeit so hoch war, im vorliegenden Fall einige wenige tausendstel Gramm, dass auf den Encoder verzichtet werden konnte.

In der Praxis werden mit MX-Pumpen bereits in zahlreichen Anwendungsfällen Kleinstmengen von einem Bruchteil eines Tropfens dosiert und dies bei Varianzen in Viskosität, Temperatur und Druck.

Farben, Lacke, Dispersionen und was die MX hier leisten kann

Die Herstellung von Farben und Lacken hat in Deutschland eine große Tradition und ist heute eine Hightech-Branche, die höchsten Ansprüchen genügen kann. Dementsprechend hoch und vielfältig sind auch die Anforderungen an die Pumpen, die für den Transport oder das Dosieren von Komponenten und fertigen Produkten dieser Branche eingesetzt werden.

Die MX von KNOLL Maschinenbau hat hier bereits mehrfach unter Beweis gestellt, wie leistungsfähig sie ist. Etwa bei einem westfälischen Farbenhersteller, der zum Fördern und Abfüllen von Dispersionsfarbe auf die MX setzt, weil sie ein hohes Leistungsvermögen aufweist. So kann die MX problemlos 10 bar Druck bei einem sehr hohen Wirkungsgrad aufbauen, ohne dass das zu fördernde Medium in der Pumpe zurückströmt.

Entscheidend hierfür ist die Ausführung der MX in EvenWall-Technologie, weil hier der Statormantel der Kontur des innenseitig verpressten Elastomers angepasst ist, so dass sich insgesamt eine einheitliche Wandstärke ergibt, die eine deutlich höhere Druckstabilität aufweist als bei Pumpen mit zylindrisch gebautem Stator.

Wichtig für die Wahl der MX war bei diesem Farbenhersteller auch die “Hygiene” der Pumpe. Denn die Verarbeitung von Dispersionsfarben, bei der keine Lösungsmittel mehr eingesetzt werden dürfen, macht eine häufige und sehr genaue Reinigung erforderlich. Die MX überzeugt hier mit ihrer totraumarmen Konstruktion sowie ihrer schnellen Zerlegbarkeit: Clamp-Verschlüsse und DIN-Verschraubungen erlauben es, die Pumpe in Minuten zu zerlegen, zu reinigen und wieder zu montieren. Natürlich lassen sich so auch Verschleißteile einfach und schnell auswechseln.

Die MX war damit so überzeugend, dass heute über 50 Exzenterschneckenpumpen von KNOLL bei diesem westfälischen Hersteller im Einsatz sind. Wenn es also darum geht, Farben, Lacke oder Dispersionen zu fördern und zu dosieren, ist die MX offensichtlich eine gute Wahl.