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Hygienisch pumpen nach EHEDG

Für Maschinen und Apparate, die bei der Herstellung von Nahrungsmitteln zum Einsatz kommen sollen, ist die Einhaltung der EHEDG-Richtlinien heute ein verbindlicher Standard, der weit über Europa hinaus Geltung erlangt hat. Dies gilt natürlich auch für Pumpen in der Nahrungsmittelproduktion.

Das Grundziel der EHEDG-Richtlinie ist die Vermeidung der mikrobiellen Kontamination von Nahrungsmitteln. Dadurch wird der mikrobiologischen Sicherheit und Qualität der Nahrungsmittel Rechnung getragen. Die Richtlinien beziehen sich auf den konstruktiven Aufbau, die Oberflächenbeschaffenheit, die verwendeten Materialien, die Reinigungsfähigkeit sowie die Vermeidung des Eindringens bzw. des Wachstums von Mikroorganismen in den Maschinen und Apparaten.

Wie wir bereits hier im Blog berichtet haben, ist die MX nach EHEDG zertifiziert und KNOLL Maschinenbau hat im Juni 2010 die dazu gehörende Urkunde überreicht bekommen. Als bemerkenswert wurde bei der Prüfung der MX-Pumpe durch das Forschungszentrum Weihenstephan für Brau- und Lebensmittelqualität der Technischen Universität (TU) München festgestellt, dass sich die MX dank ihrer aseptischen Konstruktion in der Regel auch ohne zusätzliche CIP-Pumpe reinigen lässt.

Dabei kann auf Bypässe und Ventile verzichtet werden. Diese bilden in den meisten Fällen nur unerwünschte Toträume, die nur im Reinigungsprozess durchströmt werden.

Ein weiterer Vorteil hinsichtlich der Hygiene ist der Selbstreinigungseffekt der MX: Für die Entleerung der Pumpe ist das Sauggehäuse mit einem besonderen Saugstutzen ausgestattet, der horizontal und tangential aufgeschweisst wird, so dass beim Sauggehäuse ebenso wie beim exzentrischen Druckstutzen der Selbstentleerungseffekt eintritt.

Die Vorteile der Exzenterschneckenpumpe gegenüber anderen Pumpsystemen

Wird eine Fertigungsanlage neu geplant oder soll eine bestehende Anlage umgerüstet werden, stellt sich meist auch die Frage nach dem richtigen Pumpsystem: Welcher Pumpentyp ist der Richtige? Folgende Argumente sprechen für die Exzenterschneckenpumpe:

  1. Schonende Förderung des Mediums: Die Förderkammern im Pumpsatz bleiben immer konstant, so dass das Produkt weder gequetscht noch geschert wird.
  2. Unterschiedliche Viskositäten werden gleichermaßen gut bedient: Von nieder- bis hochviskose Medien transportiert die Exzenterschneckenpumpe alles, sogar stichfeste oder gasbeladene Medien. Sie ist damit ausgesprochen flexibel und vielseitig im Einsatz.
  3. Kein Rückfluss in die Pumpe: Die Exzenterschneckenpumpe schließt beim Stillstand wie ein Schieber ab (ventillose Pumpe), so dass kein Medium in den Tank zurückfließen kann.
  4. Sehr gutes Ansaugverhalten: Mit ihrem sehr guten Ansaugverhalten eignet  sich diese Pumpe optimal zum Entleeren von Fässern, Mischern und Behältern aller Art. Die Exzenterschneckenpumpen von KNOLL erzeugen dabei in ihrer Saug-, Tauch- bzw. Folgeplattenversion einen Unterdruck von bis zu 0,2 bar absolut.
  5. Exaktes Dosieren: Durch die pulsationsarme Förderung des Mediums wird ein ausgesprochen exaktes Dosieren auch ohne Ventil möglich.
  6. Lineare Kennlinie: Weil es bei der Exzenterschneckenpumpe von KNOLL keinen Rückfluss gibt, steigt hier die Förderleistung immer proportional zur Drehzahl. Damit erstreckt sich der optimale Wirkungsgrad dieser Pumpe über einen sehr weiten Bereich.
  7. Für hohe Drücke geeignet: Die Exzenterschneckenpumpen von KNOLL erreichen eine Druckerhöhung von bis zu 80 bar, was sie für den anspruchsvollen Anlagenbau interessant macht.

Die MX-Pumpen von KNOLL sind damit in sehr unterschiedlichen Anwendungsgebieten im Einsatz. Hier eine Auswahl von Medien, die mit diesen Exzenterschneckenpumpen optimal gefördert werden:

  • In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie: Milchprodukte, rohe und gekochte Früchte, Fruchtmaischen, Konzentrate (z. B. von Säften), Flüssigei, Teige mit unterschiedlichem TA-Gehalt, Farb- und Aromastoffe, Butter, Fertiggerichte, Roh- bzw. Hilfsstoffe sowie fertige Massen für die Süßwarenindustrie, Schokolade (mit und ohne Stückigkeiten), Tiernahrung;
  • Im Bereich Chemie, Biochemie, Pharmazie und Kosmetik: Farben und Lacke, Harze, Wachse, Klebstoffe, Roh- und Hilfsstoffe für die Pharmazie, Peelings, kosmetische Produkte (auch Produkte aus der Bio- bzw. Naturkosmetik).

Ohne Pumpen keine Pasteurisierung: Lebensmittel schonend haltbar machen

Ob Louis Pasteur wohl geahnt hat, was seine Entdeckung auslösen würde? Die Pasteurisierung von Lebensmitteln verschiedenster Art (nicht nur Milchprodukte) ist heute als Verfahren nicht mehr aus der Nahrungsmittelindustrie wegzudenken.

Dabei kommt es natürlich auch stark auf die Pumpen an, mit denen die fertig zubereiteten Nahrungsmittel der Pasteurisierung zugeführt werden. Denn oft muss hier mit sehr großen Drücken gearbeitet werden, weil Pasteurisierungsanlagen lange Rohrleitungen aufweisen. Traditionell werden dafür Kolbenpumpen eingesetzt. Diese haben aber den Nachteil einer relativ starken Pulsation, was für die der Pasteurisierung folgenden Prozessschritte nachteilig sein kann.

Hier bietet sich als Alternative die MX-Pumpe von KNOLL an: Diese Exzenterschneckenpumpe kann problemlos große Drücke aufbauen und gleichzeitig ihr Transportmedium sehr pulsationsarm fördern. Ein solchermaßen gleichmäßig erzeugter Förderstrom ist von Vorteil, wenn etwa direkt im Anschluss an die Pasteurisierung eine Dosierung erfolgen soll.

Erst kürzlich hat KNOLL seine MX-Pumpe als Teil einer Anlage zur Pasteurisierung von Saucen geliefert. Der Anlagenbauer TetraPak sah sich hier mit der Anforderung konfrontiert, ein hochviskoses Medium durch die Pasteurisierungsanlage zu führen, das sehr sensibel gegenüber Scherung ist. Der schonende Transport des Mediums war dem auftraggebenden Nahrungsmittelhersteller so wichtig, dass die Qualität der Pumpe zum entscheidenden Punkt der Auftragsvergabe wurde. TetraPak bekam schließlich den Auftrag, dank der Exzenterschneckenpumpe von KNOLL.

Dieses Beispiel demonstriert, wie leistungsfähig die MX ist. 45 Bar Druck stellen für sie kein Problem dar. Der schonende Umgang mit den Transportgütern ist dabei nicht zuletzt auf den Stator in EvenWall-Ausführung zurückzuführen. Dabei weist die Elastomer-Innenbeschichtung des Stators durchgängig eine gleichbleibende Wandstärke auf, die eine solche Druckstabilität bewirkt, dass beim Transport der Medien die Rückflüsse minimiert werden.

Die hier beschriebenen Vorzüge der MX-Exzenterschneckenpumpe in Bezug auf die Pasteurisierung von Lebensmitteln (speziell sensibler Saucen) gilt natürlich in gleicher Weise für den Bereich der Getränke oder der Tiernahrung. Unterschiedliche Viskositäten oder das Mitführen von Faser- bzw. Feststoffen ist problemlos möglich.

In der Summe kann festgestellt werden, dass mit der MX von KNOLL Maschinenbau das Spektrum an Möglichkeiten für die Pasteurisierung größer wird. Das bedeutet mehr Spielraum für die Produktentwicklung und Kernkompetenz für Hersteller von Nahrungsmitteln.

Premiere der MX100 auf der Process Expo in Chicago

Auf der Process Expo in Chicago (17. bis 19.07.2010) präsentierte KNOLL Maschinenbau erstmals die MX100, eine Exzenterschneckenpumpe die das Sortiment von KNOLL nach oben erweitert. Mit ihrer beeindruckenden Größe war sie ein echter Blickfang auf der Messe.

Die MX100 folgt exakt dem gleichen Konstruktionsprinzip wie ihre kleineren Varianten. Sie eignet sich als Transferpumpe für große Volumina, etwa beim Be- oder Entladen von Lastwagen, Güterwaggons oder Schiffen. Ihre Förderleistung erreicht 200 m³ (pro Stunde) bzw. 200.000 Liter (pro Stunde). Der maximale Druck liegt bei 40 Bar.

Eine Besonderheit stellt ihre Fähigkeit dar, im Transportgut relativ große Stücke mitzuführen. Ihr freier Kugeldurchgang beträgt nämlich 110 mm, was insbesondere für die Nahrungsmittelindustrie sehr interessant sein kann: Die MX100 kann problemlos Obst, Gemüse oder auch ganze Fische so schonend transportieren, dass diese empfindlichen Transportgüter dabei nicht beschädigt werden.

Natürlich liegen für die MX100 alle erforderlichen Zulassungen vor und sie kann entsprechend dem bewährten Baukastenprinzip der MX-Pumpen individuell an vordefinierte Produktionsprozesse angepasst werden. Wie die Abbildungen zeigen, bietet auch diese große Exzenterschneckenpumpe einen Stator in EvenWall®-Ausführung.

Damit war sie auf der Process Expo genau am richtigen Ort: Diese auf die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie zugeschnittene Messe zeigte alles rund um die Herstellung und Verpackung industriell gefertigter Lebensmittel (Convenience Food). Sie wurde von einem Publikum mit hohen Erwartungen frequentiert, das dem “Eyecatcher” MX100 nicht nur Neugier, sondern konkretes Interesse entgegen brachte und deutlich machte, dass am Markt durchaus Bedarf an einer solchen Pumpe besteht. Für das Unternehmen KNOLL, das zum zweiten Mal auf dieser amerikanischen Messe vertreten war, war die Teilnahme ein großer Erfolg.

Eingebaute Servicefreundlichkeit: MX-Pumpen zerlegen und wieder montieren

Zu den entscheidenden Anforderungen an eine Pumpe gehört ihre Servicefreundlichkeit. Dies betrifft nicht nur die Wartung oder den Austausch von Verschleißteilen, sondern auch ihre Reinigung: So ist in den Fertigungsprozessen vieler Hersteller vorgeschrieben, dass die dabei zum Einsatz kommenden Pumpen nach jeder Charge (etwa einer Batch Production) vollständig zerlegt werden müssen.

Exzenterschneckenpumpen von KNOLL haben damit keine Probleme. Im Gegenteil: Die MX-Reihe ist schon vom Entwurf her auf eine servicefreundliche Gesamtkonstruktion ausgelegt, so dass mit ihrem Einsatz die Mean Time To Repair (MTTR) möglichst kurz gehalten werden kann.

Bei den kleineren Baureihen (MX10 und MX20) erleichtern Clamp-Verschlüsse die Montage bzw. Demontage. Zudem kann mit ihnen jede Trennstelle an der Pumpe für sich geöffnet werden, ohne dass gleich die gesamte Pumpe zerlegt werden muss. Bei den größeren Modellen treten an die Stelle der Clamp-Verschlüsse DIN-Schrauben, die ebenfalls eine Schnellzerlegung erlauben.

Bei allen Modellen kann über ein Servicefenster die rotierende Einheit gelöst und damit die Pumpe auseinander gezogen werden. Auf diese Weise wird auch die Dichtung zwischen Sauggehäuse und Lagerstuhl schnell zugänglich gemacht.

Die rotierende Einheit von Rotor und Stator kann ebenfalls leicht und schnell entfernt bzw. wieder eingesetzt werden, weil dazu nur die Schnittstelle am Sauggehäuse sowie die rotierende Einheit über das Servicefenster gelöst werden müssen. Ein aufwendiges Abdrehen der Statoren mit Kettenzangen gehört bei den Exzenterschneckenpumpen von KNOLL der Vergangenheit an.

Zerlegt man eine Pumpe der MX-Reihe und setzt sie wieder zusammen, so passt jedes Teil genau an seinen konstruktiv vordefinierten Platz. Ein “Puzzle” kann nicht entstehen und die Pumpe auch nicht falsch montiert werden. Zudem verhindern verliersichere Verbindungselemente das unbeabsichtigte Lösen von Pumpenteilen.

Exzenterschneckenpumpen von KNOLL bieten damit eine optimale Symbiose von anspruchsvoller Technik zum Transport hochviskoser Medien einerseits und den Anforderungen an die Servicefreundlichkeit andererseits, bei der jegliches Handling der Pumpen möglichst einfach und schnell durchführbar sein muss.

Fassentleerung bei hochviskosen Medien

Hochviskose Medien werden oft in Fässern gelagert und müssen zur weiteren Verarbeitung aus diesen wieder entnommen werden. Da sie so zäh sein können, dass sie nicht mehr nachfließen, bedarf es hierfür spezieller Vorkehrungen. Beispiele sind Salben, Pasten, Fette, Harze, Silikone oder Klebstoffe. Auch in der Herstellung von Lebensmitteln treten hochviskose Materialen auf: Erdnussbutter, Teige oder Tomatenmark sind typische Beispiele.

KNOLL Maschinenbau bietet für diese Fälle seine Exzenterschneckenpumpen MX in spezieller Ausführung als Folgeplattenversion zur Fassentleerung an. Ihr besonderer Vorteil gegenüber anderen Pumpenarten ist es, dass sie zäh fließende bis stichfeste Medien sowohl transportieren als auch dosieren und dabei die Fässer bis auf einen kleinen Rest entleeren können. Dazu kann der Transport über relativ weite Strecken erfolgen, am anderen Ende ist (bei Bedarf) ein exaktes Abfüllen in kleinere Gebinde problemlos möglich. Die MX-Pumpen stellen dazu den Druck zur Verfügung, der ihnen in der jeweiligen Situation abverlangt wird, von drucklos bis zu 40 Bar.

Der Aufbau der Pumpe kann hierbei sehr individuellen Bedürfnissen gerecht werden. Eine pneumatische Steuerung kann mitgeliefert werden (oder auch entfallen), ebenso wie eine Beheizung für die Folgeplatte (für sehr hochviskose Medien). Zudem kann der gesamte Aufbau an die Größe der zu entleerenden Gebinde angepasst werden, so dass sowohl die üblichen 200-Liter-Fässer, als auch kleinere Verpackungen bedient werden können.

Für den Kern der Anlage, die Exzenterschneckenpumpe MX, gelten natürlich alle Vorteile wie sie die gesamte Baureihe auszeichnet: Gute Reinigungsfähigkeit dank schneller Zerleg- und Montierbarkeit bzw. guter CIP-Fähigkeit, schonende und pulsationsarme Förderung des Transportgutes sowie die Belastbarkeit mit hohem Druck aufgrund der EvenWall-Technologie, um nur einige Punkte zu nennen.

Im praktischen Einsatz wird die Folgeplatte direkt auf das Transportmedium aufgesetzt und fixiert. Sobald der Pumpvorgang startet, wird die Folgeplatte mithilfe eines Pneumatikzylinders nach unten bewegt.

Dichtungen zwischen Platte und Fassrand sorgen dafür, dass das Transportgut nur über die Pumpe entweichen kann. Durch die Geometrie der Folgeplatte  und die eingestellten Endpunkte wird eine nahezu vollständige Fassentleerung erreicht. Am Ende eines Entleerungsvorgangs wird die Folgeplatte wieder in ihre Ausgangsstellung gebracht. Sie kann dann leicht gereinigt bzw. ausgewechselt werden.

Flüssigkeiten exakt dosieren mit MX Exzenterschneckenpumpen

Bei der volumetrischen Dosierung von wässrigen bis hochviskosen Verbrauchsartikeln in Gebinde gehört das Erreichen einer hohen Reproduzierbarkeit zu den wichtigsten Zielen. Hersteller aller Branchen sind bei der Abfüllung verpflichtet, sich an die europäische Fertigpackungsrichtlinie zu halten.

Bestimmte Toleranzen müssen also eingehalten werden und das bedeutet für den Produzenten, dass die Dosiergenauigkeit sich entscheidend auf die abgefüllte Menge und damit natürlich auch auf die Herstellungskosten auswirkt. Je kleiner die Toleranzen, um so kleiner ist die Abfüllmenge.

Die Abbildung (oben) zeigt eine Monopumpenfüllmaschine MFL der Firma Bünder & Schmitt, bei der die MX-Pumpen in CIP-fähiger Ausführung gehalten sind. Solche Abfüllanlagen werden u. a. von Henkel und Bayer zum Abfüllen von Reinigern oder auch Pflanzenschutzmitteln eingesetzt.

Die KNOLL Exzenterschneckenpumpen MX haben eine hohe Kompetenz in der Dosiertechnik. Neben einer exakten Dosiergenauigkeit können nicht nur inkompressible sondern auch kompressible Medien gepumpt werden, ohne die Mediumsstruktur zu verändern. Durch den serienmäßig eingesetzten EVEN WALL (gleichmäßige Elastomerwandstärke) hat die MX-Pumpe eine absolut exakte, gleichmäßige Dichtlinie, welche die Qualität der Reproduzierbarkeit der Förderleistung auch bei wechselndem Druck erhöht und die Pulsation deutlich dezimiert. Durch den Even Wall und der damit verbundenen exakten Dichtlinie wird ebenso das Produkt geschont, so dass sehr scherempfindliche Medien problemlos transportiert werden können. Hier spielt auch der Wärmeeintrag des Öfteren eine Rolle, welcher dank der konstruktiven Gegebenheiten deutlich geringer ist als bei herkömmlichen Statoren mit zylindrischem Statormantel.

Ein weiteres Kriterium, welches bei der Dosierung zu beachten ist, ist die Beständigkeit der Materialien nicht nur für das zu pumpende Medium, sondern auch für die Reinigungsmedien und deren Temperaturen. Hierfür stehen zahlreiche Werkstoffe zur Verfügung, die jeweils entsprechend dem Medium sorgfältig durch unser qualifiziertes Labor ausgewählt werden.

Das eingesetzte Zubehör entscheidet ebenso über das Maß der Dosiergenauigkeit wie die Dosierpumpe selbst. Für jede Anforderung wird die notwendige Mess- und Regeltechnik projektiert und geprüft, ob eine permanente Dosierung über eine einmal kalibrierte Pumpe oder eine einfache messwertabhängige Dosierung abverlangt wird, steht umfangreiches Zubehör durch KNOLL zur Verfügung.

Je nach Aufgabe werden Schrittmotoren, Servomotoren oder Asynchronmotoren mit Geber eingesetzt, um die MX-Pumpe bei ihren exakten Dosieraufgaben zu unterstützen.

Die Grafik zeigt eine Messaufnahme der KNOLL MX-Pumpe mit der erreichten Genauigkeit (für eine größere Darstellung lässt sich die Grafik anklicken). Die Idee war es, die Amplitude zu programmieren und mit der Hilfe eines Schrittmotors und eines Encoders ihre stetige Position zu erfassen, um diese bei der Dosierung zu kompensieren. Es hat sich dabei heraus gestellt, dass die Dosiergenauigkeit so hoch war, im vorliegenden Fall einige wenige tausendstel Gramm, dass auf den Encoder verzichtet werden konnte.

In der Praxis werden mit MX-Pumpen bereits in zahlreichen Anwendungsfällen Kleinstmengen von einem Bruchteil eines Tropfens dosiert und dies bei Varianzen in Viskosität, Temperatur und Druck.

 

Plastifizieren mit der neuen Doppelspindelpumpe DSP

Bei der Herstellung von Lebensmitteln kommt es häufig vor, dass Blockware aus dem Kühlhaus oder in gefrorener Form verarbeitet werden muss. Um die Blockware effizient mit anderern Komponenten zu mischen oder zu extrudieren, muss das Material in einen knetbaren, sämigen oder pumpfähigen Zustand gebracht werden. Nicht immer ist dabei die Einwirkung von Hitze erwünscht, etwa wenn gefrorene Butter zwar verarbeitet, dabei aber in kaltem Zustand bleiben soll.

Das Prinzip ist nicht auf Butter beschränkt: Die Palette an Rohstoffen, die in der Lebensmittelindustrie in Blockform zur weiteren Verarbeitung angeboten wird, ist groß und wird immer vielfältiger. Sie umfasst u. a. Fondant, Marzipan, Aromen, Fruchtsaftkonzentrate, Hackfleisch, Fisch oder auch Käse. Dazu kommt der Bereich des “Rework”, also die Weiterverarbeitung von Resten aus der Produktion.

Sollen solche Blöcke plastifiziert, also in eine geringere Viskosität überführt und dann weiterverarbeitet werden, eignen sich spezielle Pumpen bzw. Schneckenförderer. KNOLL hat dazu jetzt, in Ergänzung zu seinen Exzenterschneckenpumpen der MX-Reihe, eine Doppelspindelpumpe entwickelt, die speziell für die Verarbeitung von Blockware in der Lebensmittelindustrie konzipiert wurde.

Sie besteht aus zwei berührungsfrei synchronisierten Spindeln, die eine Zwangsförderung bewirken. Die Förderleistung ist frei einstellbar und bei Bedarf kann auf den Einfülltrichter ein Zerkleinerer gesetzt werden. Wie schon die Exzenterschneckenpumpen von KNOLL ist auch die Doppelspindelpumpe sehr kompakt gebaut (geringer Flächenbedarf in der Länge). Eine Beheizung ist ebenfalls möglich.

Besonderen Wert wurde bei ihrer Konstruktion auf Robustheit gelegt: Die großen Kräfte, die beim Energieeintrag auf kaltes bzw. gefrorenes Transportgut einwirken, wurden gezielt berücksichtigt. Das Ergebnis ist eine außergewöhnlich robuste Pumpe, mit der die Verarbeitung von Blockware signifikant erleichtert und beschleunigt werden kann.

Natürlich wurde bei der DSP von KNOLL auch an die Aspekte der Hygiene bzw. Reinigung gedacht. Die Doppelspindelpumpe ist totraumarm konstruiert, lässt sich einfach und schnell zerlegen und damit auch gut reinigen. Dazu kann sie auf einer Schiene auseinander gezogen werden, wie die folgende Abbildung zeigt.

Wann genau wird sie auf den Markt gebracht? Voraussichtlich ab Jahresmitte 2011 wird die Doppelspindelpumpe DSF verfügbar sein, Anfragen können gerne schon vorher gestellt werden.

Anmerkung (März 2011):

In einem frühen Stadium der Produktentwicklung wurde die DSP auch unter der Bezeichnung “Doppelschneckenförderer” geführt. Inzwischen wurde dieser Name aufgegeben.

Getränke pumpen mit KNOLL

In der Getränkeindustrie fallen die Anforderungen an Pumpen sehr unterschiedlich aus. Von der Entleerung bei der Anlieferung von Rohstoffen bis zum Abfüllen fertiger Getränke spielen Pumpen eine wichtige Rolle und bei weitem ist nicht immer alles vollkommen flüssig, was sie zu fördern haben.

Die MX von KNOLL Maschinenbau kann durch ihre Bauart als Exzenterschneckenpumpe zu verschiedenen Zwecken eingesetzt werden und hat damit bereits führende Getränkehersteller überzeugt. Insbesondere eignet sie sich als Transport- oder Dosierpumpe, daneben wird sie auch als Druckerhöhungspumpe eingesetzt.

Ein Einsatzfeld der MX ist die Entladung von Fahrzeugen, wenn etwa Rohstoffe angeliefert werden. Dabei kann sie sowohl fest eingebaut als auch in mobiler Ausführung arbeiten. Mit ihrer sehr flexiblen Förderleistung zwischen 5 und 200.000 Liter pro Stunde kann sie praktisch jedem Einsatzszenario angepasst werden. Ihre kurze Bauform sowie die hohe Saugleistung von bis zu 0,2 bar absolut unterstreichen dies zusätzlich.

Eine besondere Stärke zeigt die MX, wenn sie bei der Verarbeitung von Früchten oder Gemüse die viskosen Reststoffe (wie etwa Trester) schnell und zuverlässig abtransportieren soll. Insbesondere als Tresterpumpe eignet sich die MX in der Ausführung als Rachenversion (wie hier abgebildet), weil für sie der praktisch nicht mehr fließfähige Trester kein Problem darstellt.

Ein weiteres Feld für die MX in der Getränkeindustrie ist der Bereich des Dosierens, wenn etwa Farb- oder Aromastoffe beigemischt werden müssen. Hier kommt es auf exakte Mengen an und die MX kann in ihren unterschiedlichen Versionsgrößen sowohl sehr kleine Beimischungen als auch große Volumina exakt dosieren und zuführen.

Natürlich spielt auch in dieser Branche, wie schon bei der Kosmetik oder der Herstellung von Schokolade, die Hygiene eine sehr große Rolle. Exzenterschneckenpumpen von KNOLL sind hygienegerecht konstruiert, totraumarm und lassen sich schnell und einfach reinigen (CIP und SIP). Pumpsatz und Wellenabdichtung können rasch demontiert und wieder zusammengesetzt werden und natürlich entsprechen alle Pumpenwerkstoffe den aktuellen Vorschriften von 3A, EHEDH und FDA.

Ein letzter, wichtiger Punkt bei der Herstellung von Getränken: Die MX steht für eine schonende und pulsationsarme Förderung der Produkte, die zudem nur eine kurze Verweildauer in der Pumpe haben. Dabei können sie sowohl in kaltem als auch warmen Zustand gefördert oder beigemischt werden.

Die Schokoladenseite der MX

Beim Stichwort “Schokolade” denkt man nicht gleich an Pumpen und doch sind diese für deren Herstellung sehr wichtig. Etwa wenn Schokolade als fertige Masse zur Abfüllanlage transportiert werden muss, zum Teil über größere Entfernungen.

Eine Pumpe muss in diesem Fall in der Lage sein, den nötigen Druck für einen schnellen Transport aufzubauen und dabei das Füllgut so schonend wie möglich zu behandeln. Denn abfüllfertige Schokolade kann Nüsse, Rosinen oder andere Früchte enthalten und diese dürfen nicht beschädigt werden. Zudem muss die Schokolade in flüssigem Zustand bleiben, die Pumpe muss also beheizbar sein.

Exzenterschneckenpumpe

All das leistet die MX-Pumpe von KNOLL. Sie kann als Transport- oder Beschickungspumpe eingesetzt werden und leistet eine schonende und pulsationsarme Förderung von Schokoladenmasse. Sie ist komplett beheizbar und kann mit einer Förderleistung zwischen 5 und 100.000 Litern pro Stunde konzipiert werden.

Besonders wichtig beim Einsatz von Pumpen in der Lebensmittelindustrie ist der Aspekt der Hygiene: Die MX ist totraumarm konstruiert und kann einfach und schnell gereinigt werden (CIP oder SIP). Ihr Aufbau erlaubt es, den Pumpsatz und die Wellenabdichtung sehr schnell zu montieren.

Dazu kommt, dass sie mobil und stationär eingesetzt werden kann. So unterstützt sie die Herstellung von Schokolade im Manufaktur-Maßstab ebenso wie in der industriellen Fertigung. Sehr gute Voraussetzungen also für eine hygienisch saubere und betriebswirtschaftlich effiziente Herstellung von Schokolade in all ihrer Vielfalt, wie sie heute am Markt geschätzt wird.