Archiv für: Papier- und Zellstoffindustrie

Eingebaute Servicefreundlichkeit: MX-Pumpen zerlegen und wieder montieren

Zu den entscheidenden Anforderungen an eine Pumpe gehört ihre Servicefreundlichkeit. Dies betrifft nicht nur die Wartung oder den Austausch von Verschleißteilen, sondern auch ihre Reinigung: So ist in den Fertigungsprozessen vieler Hersteller vorgeschrieben, dass die dabei zum Einsatz kommenden Pumpen nach jeder Charge (etwa einer Batch Production) vollständig zerlegt werden müssen.

Exzenterschneckenpumpen von KNOLL haben damit keine Probleme. Im Gegenteil: Die MX-Reihe ist schon vom Entwurf her auf eine servicefreundliche Gesamtkonstruktion ausgelegt, so dass mit ihrem Einsatz die Mean Time To Repair (MTTR) möglichst kurz gehalten werden kann.

Bei den kleineren Baureihen (MX10 und MX20) erleichtern Clamp-Verschlüsse die Montage bzw. Demontage. Zudem kann mit ihnen jede Trennstelle an der Pumpe für sich geöffnet werden, ohne dass gleich die gesamte Pumpe zerlegt werden muss. Bei den größeren Modellen treten an die Stelle der Clamp-Verschlüsse DIN-Schrauben, die ebenfalls eine Schnellzerlegung erlauben.

Bei allen Modellen kann über ein Servicefenster die rotierende Einheit gelöst und damit die Pumpe auseinander gezogen werden. Auf diese Weise wird auch die Dichtung zwischen Sauggehäuse und Lagerstuhl schnell zugänglich gemacht.

Die rotierende Einheit von Rotor und Stator kann ebenfalls leicht und schnell entfernt bzw. wieder eingesetzt werden, weil dazu nur die Schnittstelle am Sauggehäuse sowie die rotierende Einheit über das Servicefenster gelöst werden müssen. Ein aufwendiges Abdrehen der Statoren mit Kettenzangen gehört bei den Exzenterschneckenpumpen von KNOLL der Vergangenheit an.

Zerlegt man eine Pumpe der MX-Reihe und setzt sie wieder zusammen, so passt jedes Teil genau an seinen konstruktiv vordefinierten Platz. Ein “Puzzle” kann nicht entstehen und die Pumpe auch nicht falsch montiert werden. Zudem verhindern verliersichere Verbindungselemente das unbeabsichtigte Lösen von Pumpenteilen.

Exzenterschneckenpumpen von KNOLL bieten damit eine optimale Symbiose von anspruchsvoller Technik zum Transport hochviskoser Medien einerseits und den Anforderungen an die Servicefreundlichkeit andererseits, bei der jegliches Handling der Pumpen möglichst einfach und schnell durchführbar sein muss.

Pumpen für die Papierindustrie

Papier ist geduldig, sagt uns das Sprichwort. Sein Herstellungsprozess ist damit aber nicht gemeint, denn die Produktion von rund 3.000 Papiersorten (allein in Deutschland) ist ein sehr anspruchsvoller Vorgang. Exzenterschneckenpumpen von KNOLL kommen dabei an den unterschiedlichsten Stellen zum Einsatz, etwa direkt an der Papiermaschine (für Streichfarbe) oder auch in der Streichküche (für verschiedene chemische Zusätze).

Für die MX-Pumpen von KNOLL beim Einsatz in der Papier- bzw. Zellstoffindustrie sprechen ihre konstruktiven Merkmale:

  1. Pulsationsarme Förderung: Sie erlaubt einen gleichmäßigen Transport und auch bei schwankenden Mediumstemperaturen bleibt die Kennlinie konstant. Ein exaktes Dosieren von Medien aller Art, die auch hochviskos oder abrasiv sein können, ist gewährleistet.
  2. Große Förderleistung: In den Ausführungen als MX 100 sind Förderleistungen von bis zu 200.000 Liter pro Stunde möglich.
  3. Kompakte Bauform: Durch den Einsatz der EvenWall-Technologie sind MX-Pumpen kurz gebaut und damit auch bei schwierigen räumlichen Verhältnissen gut einsetzbar. Pro Druckstufe ist beim EvenWall-Stator eine Druckerhöhung von 10 Bar möglich.
  4. Geeignet für hohe Drücke: Sowohl die Rotor-Stator-Einheit kann problemlos unter hohem Druck arbeiten, also auch das sehr robuste, nadelgelagerte und lebensdauergeschmierte Kardangelenk. Exzenterschneckenpumpen von KNOLL sind generell mit einem Lagerstuhl ausgetattet, so dass die axialen und radialen Kräfte nicht auf das Getriebe übertragen werden. Die Getriebe werden dadurch zuverlässig geschont.

In der Praxis findet man MX-Pumpen von KNOLL etwa bei der Förderung von Papierpulpe, meist in der Ausführung als Rachenversion. Diese beherrscht den Transport von kaum oder nicht mehr fließfähigen Produkten wie Pulpe.

Daneben kommt sie auch in der Streichküche zum Einsatz, wenn es darum geht, unterschiedliche chemische Zusätze exakt zu dosieren und zu transportieren. In ihrer Chemieausführung fördern die MX-Pumpen Calciumcarbonat, Füllstoffe aller Art, Leime, Latex, Stärke, Streichfarbe oder Titandioxid. Dabei dürfen Medien wie Streichfarbe auch heiß, stark abrasiv, umweltbelastend bzw. gefährlich sein, Leistung und Zuverlässigkeit der Pumpen werden davon nicht beeinträchtigt.

Ein weiterer Pluspunkt der MX-Pumpen ist der großzügig gestaltete Dichtungsraum, in den man je nach Anforderung verschiedenste Wellenabdichtungen verbauen kann. Abhängig vom Medium bietet KNOLL doppelt wirkende Gleitringdichtungen für Sperrüberdruck (geschlossene Systeme) oder als drucklose Quenchvorlage zur Kühlung oder Schmierung der Dichtflächen an.

Insgesamt unterstützen somit Exzenterschneckenpumpen von KNOLL die Papier- und Zellstoffindustrie bei ihrem kostensensitivsten Punkt: Dem Materialeinsatz (Materialverbrauch) in der Herstellung. Ein schneller Transport auch unter hohen Drücken, exakte Dosierungen und sehr kurze Standzeiten (für Reinigung und Wartung) tragen dazu bei, eine kostenoptimale Produktion von Papier zu erreichen.