Artikel mit Stichwort: Lebensmittel

Pumpen für Abfälle in der Lebensmittelindustrie

Bei der Herstellung von Lebensmitteln bzw. Getränken fallen Abfälle an, die schnell und sicher der externen Entsorgung bzw. der Weiterverwendung zugeführt werden müssen. Als Alternative zu Förderbändern oder der Bewegung mittels Druckluft kommen auch die Exzenterschneckenpumpen von KNOLL Maschinenbau in Betracht.

Diese Pumpen können selbst dann eingesetzt werden, wenn das Medium relativ trocken ist. Ein spanischer Produzent von Fruchtsäften suchte für den Transport der Schalen von Zitrusfrüchten nach einer Lösung und konnte mit der MX von KNOLL in ihrer Version als Rachentrichterpumpe ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Die Statorstandzeit hat sich im Vergleich zur Wettbewerbspumpe um ein Vielfaches verlängert.

Eine besondere Herausforderung war dabei der Umstand, dass die Rohrleitung aus der Halle ins Freie sehr lang ist und die Pumpe für den Transport der ausgepressten Schalen (ganz überwiegend von Orangen und Zitronen) genügend Druck bereitstellen muss. Zum Einsatz kommt hier eine MX50R-60/30 mit groß dimensioniertem Rachen und einer entsprechenden Zuförderschnecke. Die Pumpe fördert 5 t/h bei einem Gegendruck bis 25 bar.

Ihre Ausführung erfolgte in Edelstahl, mit Elastomeren in FPM und einem Kardangelenk, das mit einer Hygienemanschette versehen ist. Ihre konisch ausgeformte Förderschnecke sorgt für eine optimale Ausräumung des Trichterbodens, dessen Wannenform zudem Ablagerungen an der Trichterwand zuverlässig verhindert. Im Pumpentunnel findet eine Überfütterung statt, welche eine optimale Befüllung der Kammern im Pumpsatz bewirkt. Natürlich lässt sich die MX auch in dieser Ausführung schnell zerlegen und gut reinigen.

Der spanische Getränkehersteller ist mit dieser Pumpe ausgesprochen zufrieden und bestätigt nach ihrem mehrjährigen Einsatz, dass KNOLL Maschinenbau nicht zu viel versprochen hat. Auch das prognostizierte Wartungsintervall von 5 Jahren ist in diesem Sinne kein leeres Versprechen.

Ohne Pumpen keine Pasteurisierung: Lebensmittel schonend haltbar machen

Ob Louis Pasteur wohl geahnt hat, was seine Entdeckung auslösen würde? Die Pasteurisierung von Lebensmitteln verschiedenster Art (nicht nur Milchprodukte) ist heute als Verfahren nicht mehr aus der Nahrungsmittelindustrie wegzudenken.

Dabei kommt es natürlich auch stark auf die Pumpen an, mit denen die fertig zubereiteten Nahrungsmittel der Pasteurisierung zugeführt werden. Denn oft muss hier mit sehr großen Drücken gearbeitet werden, weil Pasteurisierungsanlagen lange Rohrleitungen aufweisen. Traditionell werden dafür Kolbenpumpen eingesetzt. Diese haben aber den Nachteil einer relativ starken Pulsation, was für die der Pasteurisierung folgenden Prozessschritte nachteilig sein kann.

Hier bietet sich als Alternative die MX-Pumpe von KNOLL an: Diese Exzenterschneckenpumpe kann problemlos große Drücke aufbauen und gleichzeitig ihr Transportmedium sehr pulsationsarm fördern. Ein solchermaßen gleichmäßig erzeugter Förderstrom ist von Vorteil, wenn etwa direkt im Anschluss an die Pasteurisierung eine Dosierung erfolgen soll.

Erst kürzlich hat KNOLL seine MX-Pumpe als Teil einer Anlage zur Pasteurisierung von Saucen geliefert. Der Anlagenbauer TetraPak sah sich hier mit der Anforderung konfrontiert, ein hochviskoses Medium durch die Pasteurisierungsanlage zu führen, das sehr sensibel gegenüber Scherung ist. Der schonende Transport des Mediums war dem auftraggebenden Nahrungsmittelhersteller so wichtig, dass die Qualität der Pumpe zum entscheidenden Punkt der Auftragsvergabe wurde. TetraPak bekam schließlich den Auftrag, dank der Exzenterschneckenpumpe von KNOLL.

Dieses Beispiel demonstriert, wie leistungsfähig die MX ist. 45 Bar Druck stellen für sie kein Problem dar. Der schonende Umgang mit den Transportgütern ist dabei nicht zuletzt auf den Stator in EvenWall-Ausführung zurückzuführen. Dabei weist die Elastomer-Innenbeschichtung des Stators durchgängig eine gleichbleibende Wandstärke auf, die eine solche Druckstabilität bewirkt, dass beim Transport der Medien die Rückflüsse minimiert werden.

Die hier beschriebenen Vorzüge der MX-Exzenterschneckenpumpe in Bezug auf die Pasteurisierung von Lebensmitteln (speziell sensibler Saucen) gilt natürlich in gleicher Weise für den Bereich der Getränke oder der Tiernahrung. Unterschiedliche Viskositäten oder das Mitführen von Faser- bzw. Feststoffen ist problemlos möglich.

In der Summe kann festgestellt werden, dass mit der MX von KNOLL Maschinenbau das Spektrum an Möglichkeiten für die Pasteurisierung größer wird. Das bedeutet mehr Spielraum für die Produktentwicklung und Kernkompetenz für Hersteller von Nahrungsmitteln.

Plastifizieren mit der neuen Doppelspindelpumpe DSP

Bei der Herstellung von Lebensmitteln kommt es häufig vor, dass Blockware aus dem Kühlhaus oder in gefrorener Form verarbeitet werden muss. Um die Blockware effizient mit anderern Komponenten zu mischen oder zu extrudieren, muss das Material in einen knetbaren, sämigen oder pumpfähigen Zustand gebracht werden. Nicht immer ist dabei die Einwirkung von Hitze erwünscht, etwa wenn gefrorene Butter zwar verarbeitet, dabei aber in kaltem Zustand bleiben soll.

Das Prinzip ist nicht auf Butter beschränkt: Die Palette an Rohstoffen, die in der Lebensmittelindustrie in Blockform zur weiteren Verarbeitung angeboten wird, ist groß und wird immer vielfältiger. Sie umfasst u. a. Fondant, Marzipan, Aromen, Fruchtsaftkonzentrate, Hackfleisch, Fisch oder auch Käse. Dazu kommt der Bereich des “Rework”, also die Weiterverarbeitung von Resten aus der Produktion.

Sollen solche Blöcke plastifiziert, also in eine geringere Viskosität überführt und dann weiterverarbeitet werden, eignen sich spezielle Pumpen bzw. Schneckenförderer. KNOLL hat dazu jetzt, in Ergänzung zu seinen Exzenterschneckenpumpen der MX-Reihe, eine Doppelspindelpumpe entwickelt, die speziell für die Verarbeitung von Blockware in der Lebensmittelindustrie konzipiert wurde.

Sie besteht aus zwei berührungsfrei synchronisierten Spindeln, die eine Zwangsförderung bewirken. Die Förderleistung ist frei einstellbar und bei Bedarf kann auf den Einfülltrichter ein Zerkleinerer gesetzt werden. Wie schon die Exzenterschneckenpumpen von KNOLL ist auch die Doppelspindelpumpe sehr kompakt gebaut (geringer Flächenbedarf in der Länge). Eine Beheizung ist ebenfalls möglich.

Besonderen Wert wurde bei ihrer Konstruktion auf Robustheit gelegt: Die großen Kräfte, die beim Energieeintrag auf kaltes bzw. gefrorenes Transportgut einwirken, wurden gezielt berücksichtigt. Das Ergebnis ist eine außergewöhnlich robuste Pumpe, mit der die Verarbeitung von Blockware signifikant erleichtert und beschleunigt werden kann.

Natürlich wurde bei der DSP von KNOLL auch an die Aspekte der Hygiene bzw. Reinigung gedacht. Die Doppelspindelpumpe ist totraumarm konstruiert, lässt sich einfach und schnell zerlegen und damit auch gut reinigen. Dazu kann sie auf einer Schiene auseinander gezogen werden, wie die folgende Abbildung zeigt.

Wann genau wird sie auf den Markt gebracht? Voraussichtlich ab Jahresmitte 2011 wird die Doppelspindelpumpe DSF verfügbar sein, Anfragen können gerne schon vorher gestellt werden.

Anmerkung (März 2011):

In einem frühen Stadium der Produktentwicklung wurde die DSP auch unter der Bezeichnung “Doppelschneckenförderer” geführt. Inzwischen wurde dieser Name aufgegeben.